In Europa kommen E-Autos in Fahrt, Neulinge wie Vinfast tun sich noch schwer

E-Autos ziehen im hohen Norden den Verbrennern davon, aber auch in Österreich wächst der Zuspruch. In der Steiermark sorgt der vietnamesische Autobauer Vinfast für Aufregung

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Auch in Österreich geht es flott bergauf. Mittlerweile sind rund 250.000 Elektroautos zugelassen. Heuer kamen knapp 60.000 Stromer auf die Straßen, ein Plus von gut 40 Prozent. Mit ein Grund für die wachsende Zuneigung könnte auch der Umstand sein, dass die Zahl der öffentlichen Ladestellen hierzulande in den vergangenen zwölf Monaten um 37 Prozent auf rund 35.000 Ladepunkte angewachsen ist.

Also 250.000 Fahrzeuge / 35.000 Ladepunkte bzw. ein Ladepunkt versorgt durchschnittlich ca. 7 Fahrzeuge.
Entsprechend diesem Verhältnis werden allein zur Versorgung von 5 Millionen elektrisch angetriebnen PKW ca. 715.000 Ladeplätze benötigt werden.
Um in 30 Jahren diese 5 Millionen elektrisch betriebenen PKW versorgen zu können müssten jedes Jahr ca. 24.000 öffentliche Ladepunkte neu errichtet werden.

In Deutschland sind derzeitt 49 Millionen PKW (davon 1.8 Millionen Elektro-PKW) zugelassen und es sind dort derzeit 130.000 öffentliche Ladepunkte in Betrieb.
Ein Ladepunkt versorgt in Deutschland derzeit durchschnittlich 14 Fahrzeuge. Es müssten im Verlauf der nächsten 30 Jahre in Deutschland daher 117.000 öffentliche Ladeplätze pro Jahr neu errichtet werden, um in 30 Jahren alle heute in Verwendung stehenden 49 Millionen PKW mit elekrischer Energie versorgen zu können.

Die Anzahl der benötigten Ladeplätze könnte nur durch Reduktion der Anzahl der Fahrzeuge und/oder der mit diesen Fahrzeugen zurückgelegten Wegstrecken und/oder oder deutlich kürzeren Ladezeiten - mit dafür benötigten deutlich höheren Ladeleistungen und den daraus resultierenden Rückwirkungen auf die Stabilität der Energieversorgungsnetze - reduziert werden.
Eine Reduktion der Anzahl der Fahrzeuge bzw. der Länge der mit diesen Fahrzeugen zurückgelegten Wegstrecken, hätte wiederun gravierende Auswirkungen auf heute schon oft überlastete - oder in der Fläche nicht ausreichend vorhandene - öffentliche Verkehrsmittel.