Intelligenz von KI

Und genau hier liegt eine der vielen Gefahren von KI.
Es besteht der Glaube, dass HilfskrĂ€fte - ohne sehr gute Fachausildung - durch die Verwendung von KI “plötzlich” (ganz ohne aufwendige Ausbildung) zu FachkrĂ€ften werden könnten - denn Computer können sich ja nicht irren.
Bei allen von Dir bisher genannten positiv-Beispiele fĂŒr AI-UnterstrĂŒtzung wurden immer gut ausgebildete FachkrĂ€fte untersĂŒtzt und die durch AI-gelieferten Ergebnisse nur als VorschlĂ€ge verstanden haben , die ”gut”, “schlecht” oder sogar “unbrauchbar” bis “gefĂ€hrlich” sein können. Diese Ergebnisse mĂŒssen jedenfalls erst durch eine Fachkraft vor Weiterverwnedung entsprechend bewertet bzw gefiltert werden.

Wenn AI im Bereich des Unterrichtswesens als Lehrer auftreten soll, dann gibt es diese Filterfunktion einer Fachkraft nicht mehr, denn ein SchĂŒler/Student hat nicht die Möglichkeit, Behauptungen der AI auf ihre Richtigkeit zu prĂŒfen , er muss einer KI buchstĂ€blich jeden Blödsinn glauben - und ihn sogar auch noch selbst lernen. Wer garantiert uns als Gesellschaft dann, dass hier nicht gefĂ€hrliches Gedankengut SchĂŒlern und Studenten vermitttelt werden könnte - sie vielleicht indoktriniert ( Indoktrination – Wikipedia ) werden könnten ?

3 „GefĂ€llt mir“

Das Problem sind Menschen. Die Technik ist Technik. Die kann nichts dafĂŒr.

Die Filterfunktion der Lehrer ist beschrĂ€nkt. Ich kenne Akademiker, die so seltsame Positionen vertreten, dass ich mir nicht vorstellen mag dass die im Lehrsaal stehen. Ich weiß auch nicht, wie die je ein Studium geschafft haben. Also ich weiß es schon, aber sie sollten keines geschafft haben. Da halte ich die KI als Lehrperson (kommt natĂŒrlich darauf an welche) als wesentlich besser geeignet.

Es ist also auch hier entscheidend, welche Menschen die KI wie auf die SchĂŒlerinnen loslassen.

Ich wĂŒrde nicht per se sagen, dass das Ergebnis ein negativeres ist. Und in den Studien wird belegt, dass die beste Möglichkeit eine hybride ist. Also die Kombination aus (gutem) Lehrpersonal und richtig eingesetzter KI.

2 „GefĂ€llt mir“

So ist es.
Und es ist auch die Frage zu beantworten wozu bzw. warum KI auf SchĂŒler “losgelassen” werden soll.
ComputergestĂŒtzter Unterricht in Form von interaktiven, dem individuellen Lernfortschritt jedes einzelnen SchĂŒlers angepassten Lerneinheiten gibt’s ja schon seit mehreren Jahrzehnten. Die Erfolge dĂŒrften aber in den Grundschulen sehr â€œĂŒberschaubar” geblieben sein , wenn man nur die PISA-Ergebnisse dafĂŒr heranzieht.
Ist die Ursache dafĂŒr velleicht im - gegenĂŒber der Erstelleung materieller Lehrbehelfe auf Papier (BĂŒcher , ArbeitsblĂ€ttrer 
 ) doch erheblich grĂ¶ĂŸeren (aber gewaltg unterschĂ€tzen) - Aufwand fĂŒr die Entwicklungs und den Test solcher interaktiver Lektionen zu suchen ?
Warum sollte dieser Entwicklungsaufwand mit KI- Systemen als Lehrersatz nun kleiner werden - weil man vielleicht auf die “Intelligenz” der KI hofft, sich dazu autonom - ganz ohne menschliche Gestaltung - weiterentwickeln /verbessern zu können ?

Den Vorteil der angeblich nur durch KI-Systeme möglichen individuellen BerĂŒcksichtigung von LernschwĂ€chen, könnten auch menschlichen Lehrer bieten, wenn sie kleinere Gruppen in ihren Klassen bzw. Kursen zu betreuen/bzw. zu unterrichten hĂ€tten. Es könnten dann auch mehr Lehrer dem Schulwesen erhalten bleiben, wenn sie nicht wegen Überlastung und Burn-Out den Beruf wechseln mĂŒssten.

Die Kosten fĂŒr weniger SchĂŒler je Lehrer sind offenbar untragbar, die Kosten fĂŒr KI- Einsatz schon ?

Auf die AbhÀngigkeit

  • von KI-Anwendungsentwicklern fĂŒr die Entwicklung von Systemen fĂŒr den Unterricht,
  • von Hardwareproduzenten, die die erforderlichen Hardwareplattformen liefern und warten,
  • von Betriebsystemen/Browsern/virtuellen Maschinen fĂŒr die diese KI-Systeme entwickelt wurden
  • von lokalen und weltweiten Kommunikationsnetzen deren störungsfreie Nutzung fĂŒr die Nutzung von KI-Systemen in Schulen auch notwendig sein könnte,
  • von stabiler Stromversorgung, die auch in Österreich im Falle von Extremwetterlagen nicht ĂŒberall und jederzeit sichergestellt werden kann,
  • von lokal auf den jeweiligen GerĂ€ten auftretenden Störungen, vielleicht nur wegen igendeines erforderlichen, aber noch fehlenden, Updates irgendeiner Softwarekomponente,

möchte ich hier nur hinweisen.

Das soll alles ”einfacher und billiger” sein, als gut ausgebildeten Lehrern das Unterrichten von viel kleineren SchĂŒlergruppen , als heute ĂŒblich, zu ermöglichen ?

Und in den Studien wird belegt, dass die beste Möglichkeit eine hybride ist. Also die Kombination aus (gutem) Lehrpersonal und richtig eingesetzter KI.

Weil man dann auch die “Schuld” fĂŒr doch nicht erreichte Erfolge ganz leicht auf die Lehrer abwĂ€lzen kann.

1 „GefĂ€llt mir“

Warum habe ich oben schon mit Studien belegt. Weil der kombinierte Einsatz von LehrkrĂ€ften und KI nachweislich zu einem besseren Lernerfolg fĂŒhrt, als beim Einsatz von LehrkrĂ€ften alleine. Kosten wurden nicht betrachtet.

1 „GefĂ€llt mir“

Wer – bzw. wie wird - ĂŒberpĂŒft, dass bei Einsatz von KI-Systemen zur Vermittlung von Lern-Inhalten direkt an SchĂŒler (ohne unmittelbare und kontinuerliche Kontrolle durch den jeweilige Lehrer) - in One-to-One Sessions, KI -Systeme nicht “Unsinn” vermitteln ? Denn im Fall von solchen One- to-One Sessions wĂŒrde einem KI-System dann ja keine “ausgebildete Fachkraft” gegenĂŒber sitzen, die beurteilen könnte, ob die durch das KI- System dargestellten/prĂ€sentierten Lerninhalte nicht vielleicht vollkommener Unsinn sein könnten, oder nicht Inhalt des gerade zu unterrichtenden/zu lernenden Themengebietes sind ?

Oder ist mit “KI-Einsatz im Unterricht” eine ganz andere Vorgangsweise gemeint , als hier oben von mir mit “One-to-One Sessions” ( KI-System/einzelner SchĂŒler) angedeutet wurde ?

Lieber Erich,

Wer sollte es ĂŒberprĂŒfen? Der Lehrer.
Wer ĂŒberprĂŒft es vielleicht nicht? Eben der selbe.
Warum? Weil der Finanzerfolg und damit das Überleben der Fachhochschulen vom durchkommen der Studentinnen abhĂ€ngig ist.

Es ist doch exakt das gleiche wie wer ĂŒberprĂŒft ob die Studierenden nicht alles aus Google oder Wikipedia herauskopiert haben? Oder aus der “Heute” abgeschrieben haben.
Ich glaube auch dass in Zukunft wieder richtige PrĂŒfugen (mĂŒndlich) und nach Abschluss die Defensio in Mode geraten werden, weil eigentlich nur so sichergestellt werden kann, ob der Studierende etwas kann - oder nicht.
Aber aus oben genannten GrĂŒnden haben manche Einrichtungen gar kein Interesse daran, dass SchĂŒler durchfallen.
Schau Dir doch einmal die Masterarbeit von Frau Aschbacher an. Sie kann die Arbeit nicht einmal gelesen haben (und da war KI noch nicht “in”).

Die Wahrscheinlichkeit wenn ich mir mit KI etwas beibringe - dass ich zu besseren Ergebnissen kommen, wie bei der obigen Arbeit liegt bei 100%.

Wozu wird dann KI im Unterricht von Pflichtschulen benötigt, wenn die Lehrer dadurch nicht entlastet werden können, um sich bei gleichbleibend großen Klassen dann vielleicht intensiver ihren Problem-SchĂŒlern (z.B. mit irgendwelchen LernschwĂ€chen oder anderen BeintrĂ€chtigungen ) widmen zu können - und problemlose SchĂŒler dann nicht ohne kontinulierliche Aufsicht durch Lehrer (zur Kontrolle von aus KI-Systemen gelieferten - vielleicht aber “problematischen” - Lehr-Inhalten ) die KI-Systeme zur selbststĂ€ndigen Erarbeitung von Lehrinhalten nutzen könnten ?

Es ist doch exakt das gleiche wie wer ĂŒberprĂŒft ob die Studierenden nicht alles aus Google oder Wikipedia herauskopiert haben? Oder aus der “Heute” abgeschrieben haben.

Nein, das ist nicht das Gleiche.
Seriöse Internet-Quellen liefern immer das gleiche Ergebnis, sie “erfinden” vor allem keine Inhalte, die nicht irgendwer als ausgewiesener Autor im Internet zur VerfĂŒgung gestellt hat.
Und irgendwann - möglichst am Beginn ihrer schulischen Laufbahn - mĂŒssen sich SchĂŒler erst Grundfertigkeiten (“sprechen /lesen /schreiben/rechnen”) und die Grundlagen des jeweiligen Faches aneignen, bevor sie nach Kenntnis dieser Grundlagen (z.B. auch des jeweiligen Fachvokabulares und dessen fachlicher Bedeutung) mit eigenen Recherchen - z.B. mit Projektarbeit zu einem bestimmten Thema/einer bestimmten Fragestellung beginnen können.
Im Rahmen des Erwerbs dieser Grundkenntnisse ( im Prinzip wÀhrend der Dauer der Schulpflicht) kann ich mir den durch Lehrer unbeaufsichtigten Einsatz von KI-Systemen aber auch die unbeaufsichtigte Internet-Recherche nicht vorstellen.

Das gilt in Ă€hnlicher Form - nur auf anderem Niveau - auch fĂŒr alle Grundausbildungen ( “EinfĂŒhrung in 
”) von HTL und UniversitĂ€ten.

1 „GefĂ€llt mir“

Warum trage ich jedes Jahr, das selbe vor, dass ich aufnehmen könnte und sich die Studentinnen auf Youtube ansehen könnten? Fragen stellen sie ohnehin kaum.

Wir könnten uns als Lehrende intensiver mit den Studentinnen auseinandersetzen. Sehr wichtig wÀre lernen zu lernen, die richtigen Fragen zu stellen, interpersonelle Skills zu lernen.

Wissen brauche ich nicht auswendig lernen. Bis ich es brauche habe ich es ohnehin vergessen. Was wichtig wÀre sind all die Skills die mit uns Menschen zu tun haben.

  • Lernen lernen
  • Kritisches Denken
  • Interpersonelle Skills
  • Emotional Skills
  • KreativitĂ€t / Ideen
  • Neugierde
  • Diskurse fĂŒhren

Wenig von dem wird gelehrt.

Ich glaube ich habe es schon mehrfach gesagt: Auch eine KI hilft mir nicht weiter, wenn ich nicht weis, was oder wie ich fragen sollte.

Ich brauche ein breites Wissen um Dinge einordnen zu können und ich muss wissen wonach ich Frage. Ich muss auch wissen, wie ich antworten hinterfrage und kritisch bei den Antworten bleibe. Auch der Lehrer erzÀhlt Unfug. Auch dort wÀre es gut, nicht alles zu glauben.

2 „GefĂ€llt mir“

Weil abgefilmte FrontalvortrÀge meiner Meinung nach kein geeignetes Mittel zur Wissenvermitlung sind.
Sie sind viel mehr Dokumentationsmaterial fĂŒr den Vortragenden selbst ( z.B. was er wie vorgetragen hat, was er vielleicht verbessern oder Ă€ndern könnte ) bzw. fĂŒr seine Auftraggeber als “Arbeitsnachweis” (bzw. Nachweis unproblematischer bzw. korrekter Formulierung/Darstellung von Inhalten bei Vorliegen entsprechender VorwĂŒrfe/Beschuldigungen ) und sind fĂŒr Studenten vielleicht nur als Orientierung ĂŒber allfĂ€llig versĂ€umte Inhalte von VortrĂ€gen geeignet .
Nachdem Du deine Vorlesungen offenbar nicht aufnimmst - und nicht auf Youtoube stellst, siehst Du das offenbar recht Àhnlich, wie ich.
Da Du jedes Jahr das Gleiche vortrĂ€gst, dĂŒrften das wohl grundsĂ€tzliche Inhalte sein, die Du offenbar daher nicht jĂ€hrlich aktualisieren musst.

Auch Dir sind die aufgelisteten Skills offenbar wichtig, deren Bedeutung Du daher vermutlich an geigneter Stelle deiner sonst immer geichen VortrĂ€ge - vielleicht auch zur “Auflockerung” des sonst relativ konzentrierten Vortrages und zum Widerherstellen der Aufmerksamkeit deiner Dir vielleicht schon “geistesabwesend” erscheinenden Hörer - einfließen lĂ€sst.
Und du bestĂ€tigst damit, dass selbst fĂŒr deinen Unterricht /deine VortrĂ€ge KI nicht sinnvoll einsetzbar ist und selbst der Aufwand, deine offenber weitestgehend gleichleibenden Vortragsinhalte in ein interaktives Lern-Tool (ganz ohne KI im Hntergrund) zu gießen, Dir bzw. deinem Aufrgageber zu hoch/ zu teuer erscheinen dĂŒrfte -
obwohl mit so einem Lern-Tool deine Studenten ermĂ€chtigt werden könnten, sich die fachlichen Inhalte jeder Vorlesung als Vorbereitung auf die PrĂ€senz-Veranstaltung (die vormalige Vorlesung) selbststĂ€ndig - und mit der Geschwindigkeit ihres individuellen Arbeitsfortschrittes - durchzuarbeiten, um dann wĂ€hrend der PrĂ€senzveranstaltung ( der ursprunglich fĂŒr die Vorlesung verwendeten Zeit) mehr ĂŒber inhaltliche Unklarheiten/Fragestellungen diskutieren zu können und vielleicht auch Zeit zur Vermittlung der Skills aus deiner obigen Liste zu haben.

Warum sollen dann Schulen und andere Vortragende das dann anders handhaben, wenn sogar Du - als wissender Vortragender - fĂŒr deine Aufgaben als Vortragender/Unterrichtender keine sinnvoll umsetzbare Einsatzmöglichkeit fĂŒr KI und auch nicht fĂŒr interaktive Lerntools (ganz ohne KI im Hintergrund) siehst ?

1 „GefĂ€llt mir“

Weil abgefilmte FrontalvortrÀge meiner Meinung nach kein geeignetes Mittel zur Wissenvermitlung sind.

Wo ist der große Unterschied wenn ich die Powerpoint vorlese?

Aktuell lÀuft der Unterricht exakt so.

Es heißt ja auch Vorlesung und das ist es.

Du hast mich missverstanden. Der komplette Unterricht mĂŒsste umgekrempelt werden. FrontalvortrĂ€ge gehören weg. Und ja, da können spezialisierte Lernsysteme, die sind teilweise auch schon im Einsatz mit KI wesentlich besser arbeiten, als das was aktuell ĂŒblich ist.

Was verhindert das? Die Angst der Vortragenden ersetzt zu werden. (Die aus meiner Sicht unbegrĂŒndet ist, wir brĂ€uchten mehr davon, sogar mit technischer UnterstĂŒtzung), aber die ART des Lernens mĂŒsste sich vollstĂ€ndig verĂ€ndern.

Die Lehrenden haben Angst vor Videos, sie haben angst vor interaktiven Lernsystemen, die ganze Angst verhindert dass sich der Unterricht weiterentwickelt.

Weg von NĂŒrnberger Trichter (wie mein Ops so schön gesagt hat) - hin zu Projekten, verstehen, fragen, 
. lernen lernen, kritisch sein, hinterfragen, neugierig sein.

Da kann Technologie deutlich besser sein, als so manche Vorlesungen.

1 „GefĂ€llt mir“

Ich habe mit “interaktiven elektronischen Lerntools” auch nicht Powerpoint gemeint - auch wenn man Powerpint-PrĂ€sentationen vielleicht in die Richtung hin zu interaktiven elektronischen Lerntools “aufblasen” könnte.
Die “InteraktivitĂ€t” von Powerpoint bezieht sich meines gerade noch vorhandenen eigenen Wissens viel mehr auf die Möglickeit des Vortragenden, besser auf sein Audittorium eingehen zu können und vielleicht nur einige Teile seiner grĂ¶ĂŸeren PrĂ€sentation zu zeigen oder diese durch nur fallwese akivierte Einbindung anderer Medien je nach nach zur VerfĂŒgung stehender Zeir zu erweitern bzw. aufzulockern.
Bei Interaktiven Lerntools halte ich die laufende ÜberprĂŒfung des vermittelten VerstĂ€ndnisses ( je Abschnitt, je Thema, 
. ) und die entsprechend diesen Ergebnissen modifizierte weitere Darstellung von Lerninhalten (auch deren Wiederholung aus vielleicht anderer Sicht - mit anderen Darstellungen, anderen Formulierungen, dazu vielleicht auch spielerischen/unterhaltenden Darstellungen bestimmter Inhalte) und die spĂ€tere - oder manchmal vielleicht auch sofort erforderliche - RĂŒckmeldung der Erfolge, aber auch der trotz Wiederholung noch auftretenden Misserfolge, an den Lehrer und den SchĂŒler fĂŒr wesentlich. Gute SchĂŒler könnten sich damit den Lehrstoff (fast) ohne Aufwand fĂŒr den Lehrer im individiellen Tempo erarbeiten, der Lehrer hĂ€tte dann mehr Zeit fĂŒr seine ProblemschĂŒler bzw. die Vermittlung und ErklĂ€rung der Bedeutung von Soft–Skills.
Allerdings wĂ€re die Erstellung solcher Tools auch meiner Meinung nach aufwendig und wegen der dazu erfordertlchen ( auch didaktischen, pĂ€dagogischen und fachlichen ) Kenntnisse des Autors/Verfassers/Entwicklers wesentlich komplexer, als “nur” eine User- OberflĂ€che mit “irgendwelchen” anzuzeigenden Texten und Bildchen zu gestalten und zu programmieren.
Vielleicht gibt’s das alles aber ohnehin schon lange, hat aber bisher vielleicht nicht die erwĂŒnschten Erfolge gebracht und erhofft man sich nun von KI-Tools den bisher vielleicht ausgebliebenen Erfolg von computeruntertstĂŒtztem Unterricht in Pflichtschulen ?

Die Lehrenden haben Angst vor Videos, sie haben angst vor interaktiven Lernsystemen, die ganze Angst verhindert dass sich der Unterricht weiterentwickelt.

Meine Frage weiter oben war dazu ohne hin direkt an Dich - in deiner Funktion als Vortragender vor den Zuhörern (Studenten ?) deiner VortrÀge (Vorlesungen ) gerichtet :
Warum Du - als Wissender der techenishen Möglichkeiten - solche Lern-Tools nicht selbst einsetzen kannst und dann selbst gar keine ermĂŒdenden FrontalvortrĂ€ge mit stets gleichbleibenden fachlichen inhalten mehr halten mĂŒsstest , Du daher dann -wĂ€hrend deiner Anwesenhiet vor deinen Studenten - wesentlichere Inhalte erörtern/vortragen/diskutieren könntest ?

Warum war es daher Dir - zur UnterstĂŒtzung deiner LehrtĂ€tigkleit als Vortragender - bisher nicht möglich solche Letntrools erfolgreich einzusetzen ?
Weil vielleicht dein Vertrag als Vortragender recht genau beschreibt, wie/in welcher Form ( z.B. zwingend als PrĂ€senzveranstaltung ) und mit welchen Hilfsmitteln diese VortrĂ€ge abgehalten werden sollen - und vor allem auch wie viele Stunden Du als Vortragender personlich “auf dem Podium” des Vortragssaals vor deinen Studenten anwesend zu sein hast ?
Dies hier nur als Vermutung von mir angefĂŒhrt.

Dass fĂŒr die von Dir vorgetragenen Inhalte vielleicht erst ein geeignetes Lerntool erstellt werden mĂŒsste, ist dann vermutlich eine noch weitere HĂŒrde dafĂŒr, dass Du endlich auf die jĂ€hrliche Wiederholung deiner VortĂ€ge mit stets gleichbleibndem inhalt verzichten könntest, weil diese die Studenten mit Hiilffe solcher Lerntools viel effekiver im Selbsttudium auf dem Bildschirm verfolgen könnten und Du dich dann wĂ€hrend deiner Vortragszeit auf wesentlichere Inhalte und Fragen/Probleme deiner Studenten konzentrieren könntest.

Es ist eine Frage der Kultur der Bildungseinrichtung. Bei mir ist es aktuell schon schwer die Studierenden zum Einschalten der Kamera zu bewegen. Ich rede im Grunde in ein “schwarzes Loch”. Hier haben sich heuer die Vorgaben geĂ€ndert. Die Studentinnen sind dazu angehalten in Zukunft die Kamera einzuschalten.

Du kannst Dir vermutlich vorstellen zu wie viel Interaktion das fĂŒhrt, wenn Du 4 Stunden sprichst, aber nicht einmal weißt ob die Studierenden mittlerweile am See sind.

2 „GefĂ€llt mir“

Die LLMs eignen sich hervorragend, um mittels sokratischer Fragemethode den Lernenden den Stoff beizubringen. Die KI gibt dabei keine Antworten, sondern stellt immer weiter Fragen und leitet dadurch die Studierenden durch etwaige VerstÀndnisprobleme des Stoffes, mit unendlicher Geduld, so lange, bis der Stoff verstanden wurde. So sollte KI-Einsatz aussehen.

Was es dazu braucht ist eine hĂ€ppchenweise Aufbereitung des Stoffes, die man der KI als Grundlage gibt mit der Anweisung, nur dazu nach der sokratischen Methode zu antworten. Dazu ein paar Testfragen. So wĂŒrde ich mir heutzutage ein autonomes Studieren wĂŒnschen.

2 „GefĂ€llt mir“

Gibt’s das schon irgendwo, gibts’ dazu konkrete Erfahrungen und - mit herkömmlichem Frontalvortrag - vergleichbare Ergebnisse (Studiendauer und/oder PrĂŒfungsergebnisse) ?

Bei unbeaufsichtigt einsetzbaren Lern-Tools mĂŒsste niemand eine Kamera einschalten, noch sich an einem bestimmen Ort aufhalten, um eine solche mit Lern-Tools gestĂŒtzten “Vorlesung” “besuchen” zu können.
GrundsĂ€tzlich könnte der “Vorlesungsbesuch” sogar nur lokal (ohne kontinuierliche Verbindung mit einem Intranet oder dem Internet ) erfolgen.
Der “Besuchsnachweis” ( bzw. die “AnwesenheitsbestĂ€tigung”) von Studenten könnte z.B. durch die Beantwortung von Kontrollfragen und/oder ĂŒbermittlung der Lokalen Logprotokolle mit der Auflistung der Eingabe- /Navigations-Aktionen jedes Studenten nach der Bearbeitung jeder Vorlesungseinheit - mit “sprechenden” Auswertungen - dem Vortragenden bis zu vorgegebenen Zeitpunkten ĂŒbermittelt werden.

WĂ€hrend der Abarbeitung eines Vorlesungsinhaltes durch einen Studeneten, ist ein sofortiger Kontakt mit einem Vortragenden gar nicht notwendig.

Ich hatte Studienergebnisse schon gepostet?

Ich bin hier nur durch die Meinung, KI-Tools könnten im Unterricht (auch in Pflichtschulen) sinnvoll als Ersatz fĂŒr die Wissensvermittlung durch Frontalvortrag eingegesetzt werden, auf das schon Ă€ltere Thema des computergestĂŒtzten Unterrichts mit “Lern-Tools” gestoßen.
Denn beide Versionen von computergestĂŒtztem Unterricht (mit /ohne KI-Einsatz ) sollen ja schließlich ganz Ă€hnliiche Ergebnisse erreichen : Sich dem individuellen schnellerem oder langsamerem Lernfortschritt jedes SchĂŒlers “selbststĂ€ndig” anpassen und Lehrer von der RoutinetĂ€tigkeit des Frontalvortrages des Lehrstoffes entlasten zu können.
Wenn aber schon herkömmliche Lern-Tools (ohne KI-UnterstĂŒtzung) schon bisher vielleicht gar nicht die gewĂŒnschten Erfolge erzielen konnten, warum sollte das dann durch KI-Einsatz im Bereich dieser Lern-Tools anders sein ?
Da in den Grundschulen - zufolge mehrfacher Berichte in öffentlichen Medien - noch immer viele SchĂŒler Probleme beim Erwerb der erforderichen Grundfertigkeiten (“sprechen, lesen, schreiben, rechnen”) haben dĂŒrften, und Lehrer immer noch ĂŒber (nachvollziehbare) Überlastung klagen, scheinen solche Lern-Tools - falls sie und geeignete GerĂ€te fĂŒr ihre Benutzung dort ĂŒberhaupt zur VerfĂŒgung stehen - in diesen Schulbereichen gar nicht die beabsichtigten Ziele erreichen zu können.
Der Einsatz von KI-Systemen zur UnterstĂŒtzung des Unterrichtes in den Grundschulen wird dann an diesen Problemen vermutlich auch nichts Ă€ndern können - und vielleicht sogar selbst dort zu noch mehr Problemen fĂŒhren.
Oder können etwa Studien diese Vermutung widerlegen ?

Ich möchte die hier bislang behandelte Fragestellung einmal anders formulieren:

„Kann man – als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener – ohne Lehrkraft gut, schnell, vernĂŒnftig und effizient lernen?“

Oder:

„Funktioniert Lernen auch ohne Schule, UniversitĂ€t oder Lehrbetrieb?“

Niemand wird bestreiten, dass man sich selbst Dinge beibringen kann – mithilfe von BĂŒchern, Lern-Apps und anderen Ressourcen. Ebenso wird niemand bestreiten, dass man von anderen lernen kann: von Eltern, Freunden, Nachbarn oder erfahrenen Könnern.

Dabei ist offensichtlich: Ein gutes Lehrbuch oder ein fachlich kompetenter Mentor kann ein besserer „Lehrer“ sein als ein schlechtes Buch oder ein unqualifizierter PĂ€dagoge.

Wenn ich heute junge Menschen beobachte – und ich bin selbst in Bildungs- und Innovationsprojekte sowie EdTech-Programme involviert –, dann fĂ€llt mir auf, dass sie im Grunde das Gleiche tun wie ich damals zu meiner Schulzeit: Sie suchen sich abseits des schulischen Pflichtangebots eigene Wege, um zu lernen – sowohl Inhalte, die in der Schule verlangt werden, als auch solche, die sie persönlich interessieren. Sie nutzen alternative, fĂŒr sie passende Lernangebote: andere BĂŒcher, YouTube- oder TikTok-Videos, den Austausch mit Gleichaltrigen oder mit fachlich versierten Vorbildern.

Dazu gehören auch bemerkenswerte Lern-Apps wie ANTON - the free learning app for school oder Duolingo, Nachhilfeprogramme, Online-Tutoren, Plattformen wie Khan Academy – und mittlerweile auch KI-Systeme wie ChatGPT.

Und die Lernenden sind keineswegs naiv: Sie informieren sich bewusst aus verschiedenen Quellen, weil sie wissen, dass jede einzelne Quelle fehlerhaft oder unvollstĂ€ndig sein kann. (Wenn ich allein daran denke, wie viele Fehler mir in den SchulbĂŒchern meiner eigenen Kinder aufgefallen sind – ganz zu schweigen davon, wie unverstĂ€ndlich manche Inhalte dort vermittelt werden.)

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob man das derzeitige Schulsystem in Österreich nicht grundsĂ€tzlich infrage stellen sollte. Denn es wirkt oft so, als wĂŒrden Kinder nicht durch, sondern trotz der Schule lernen.

Dass Lernen auch völlig anders – und besser – funktionieren kann, zeigen innovative AnsĂ€tze wie die SchmetterlingspĂ€dagogik an der Deutschen Alemannenschule Wutöschingen

https://www.asw-wutoeschingen.de

Ebenso empfehlenswert sind die Werke des amerikanischen ReformpĂ€dagogen John Dewey (1859–1952), der das Prinzip „learning by doing“ prĂ€gte. Sie zeigen, dass Lernen und Lehren auf völlig andere – und oftmals wirksamere – Weise möglich sind, als es im derzeitigen System praktiziert wird. John Dewey – Wikipedia

KĂŒnstliche Intelligenz eröffnet neue Wege des Lernens – diese sollten wir offen betrachten, reflektieren und aktiv ausprobieren.

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Frage: Was sollen sie lernen?

Den Kauderwelsch der vergangenen Jahre, stĂ€ndig wiederholt und im Laufe der Zeit (Informationsalter oder komprimierte Information, aus der grundlegende Sequenzen, als “nicht mehr wichtig" ausgewandert wurden) werden nurmehr schönklingende, jedoch inhaltslose, SĂ€tze weitergegeben.

Z.B.: bei der NASA, u.a. Roskosmos, ist man heutzutage - trotz vorhandenen schriftlichen Aufzeichnungen - weder eine Saturn.V, noch eine Apollo, oder gar ein LLM (Luna-Lander-Modul) nachzubauen. Auch ist man heutzutage nicht fÀhig, die damaligen Erkenntnisse, sinnvoll zu verwerten.

Das liegt einerseits an der Kapitalistischen Marktstrategie und andererseits an dem Umstand: daß die, fĂŒr damals selbstverstĂ€ndlichen Informationen, komprimiert (und damit sinnbefreit) weitergegeben wurde.

Wenn die AI aus den bereitgestellten Daten lernt und das LLM daraus verknĂŒpfte Daten bereitstellt - wie lange dauert es dann bis die AI nichts neues verknĂŒpfen kann?

Wer ist nun dafĂŒr zustĂ€ndig, dafĂŒr zu sorgen das der notwendige Strombedarf und auch der benötigte Speicherbedarf, bereitgestellt wird. Wenn dieses Problem gelöst ist:

Wer ÜberprĂŒft die Informationskonsistenz der Daten - Wer verhindert: daß falsche Auswertungen, z.B. durch AI-gestĂŒtzten Unterricht, an die SchĂŒler und Studierenden, weitergegeben werden - die bereits durch AI mit komprimierten Daten geschulte LehrkrĂ€fte?

––-

Anm: {In diesem Szenario wird man diejenigen Kinder bereits nach der Volksschule aussieben - welche Fantasie, Neugier und Ideenreichtum mitbringen. Diese wird man auf UniversitĂ€ten Schulen und fĂŒr Kunst, Kultur, Forschung und Entwicklung einsetzen. 
.. Alle anderen werden auf Fach(hoch)Schulen mit AI gestĂŒtztem Unterricht auf ihre Aufgaben vorbereitet. 
.. Die lebenswichtigen Handwerksberufe - abseits der reinen MontagetĂ€tigkeiten - sind ein separates Thema. }

Bei aller Liebe zu KI, verlernen “wir“ dadurch das SelbstĂ€ndige Denken, Fantasie, in Ruhe unterm Baum liegen und trotzdem sinnvolles Erdenken?
Zum GlĂŒck gibt es noch auf Papier gedruckte BĂŒcher - wie lange noch?
Kaufte mir vor der Internet Zeit noch ein paar Meter Brockhaus, inklusive der reduzierten Ausgabe. Soll ich diese damals sehr teuren BĂŒcher nun wegwerfen?