Ich will hier gar nicht erst auf Bedenken (z.B. Kaputte Fragen, geklaute Inhalte: Erste KI-getriebene Schule wirft Fragen auf ) gegen den Einsatz von KI im Unterrricht - zur unmittelbaren Wissensvermittlung an Schüler - eingehen.
Ich erhalte Erfahrungsberichte über den Einsatz von IT-Hilfsmitteln (PCs. Laptops, digitale Tafeln, und den Einsatz von Schulverwaltungsoftware ) von einem Lehrer aus erster Hand. In diesen Berichten werden die ersten - aus Anlass der Ausrüstung von Schulen und Klassen-Zimmern mit IT-Geräten geäusserten - Befürchtungen bestätigt.
Der Unterricht wird durch die Austattung der Klassenzimmer mit IT-Geräten immer öfter schon behindert, als er durch diese Ausstattung unterstützt wird.
Denn es gibt kein ausreichend qualifiziertes Betreuungs-Personal vor Ort , das bei Problemen mit diesen Geräten sofort tätig werden könnte, allenfalls auch Ersatzgeräte sofort in Betrieb nehmen , oder die wichtigsten Funktionen aller IT-Geräte der Schule regelmäßig proaktiv - bevor durch technische Störungen der Unterricht behindert werden würde - prüfen könnte.
Als Betreungspersonal sind EDV-Kustodiate ( Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen , “c) EDV-Kustodiat” ) - Lehrer, die neben ihrer eigenen Lehrverpflichtung in den Klassen auch Aufgaben der IT-Betreuung übertragen erhalten haben - vorgesehen .
Durch unterschiedliche Geräteaustattung ( bzw. in manchen Klassen gestörte Geräte) kann ein Lehrer nicht von gleichartigen Geräteaustattungen in den Klassen ausgehen und muss damit rechnen, dass er weder alle Funktionen der Digitalen Tafeln nutzen kann, noch über ein nutzbares Flipchart oder ein Whiteboard als Ersatz für gestörte Digitale Tafeln in seinen Klassernzimmern verfügt.
Dass es neben Hardwareproblemen dann auch immer wieder Berechtigunsprobleme für die Nutzung dieser Geräte oder auch der Schulverwaltungsoftware ( z.B. auch der “Digitalen Klassenbücher” ) gibt , dürfte vermutlich hier ohnehin bekannt sein.
Wenn dann Lehrer vielleicht nur mehr als Aufsichtsorgan zur Überwachung der Benützung von KI im Klassenzimmer stehen, aber gar keine Unterrichtseinheiten mehr selbst vorbereiten müssen, weil das ja dann durch ein KI-System individuell für jeden Schüler erfolgt, Störungen an Geräten und Software aber weiterhin auftreten werden , dann werden die betroffenen gestörten Unterrichtseinheiten in Zukunft vollständig entfallen ?
Das oben verlinkte Video habe ich nach wenigen Minuten abgebrochen - es scheint dort ein “KI-Junkie” zu sprechem. Die während dieses Youtube-Videos schon in den ersten Minuten zu erduldenden Werbeeinschaltungen sind vielleicht auch als Hinweis zu sehen , wie in Zukunft moderner Unterricht durch KI-Systeme gestaltet sein wird : Immer wieder zur “Auflockerung” unterbrochen von Werbung - und vielleicht auch von Propaganda.
Denn die Firmen, die diese KI-Systeme für die Wissensvermittlung betreiben werden, sind ja keine Wohltäter und wollen/müssen auch Einnahmen erzielen, die aber die Schulerhalter bzw. die Schulen in Zukunft genausowenig aufbringen werden können, wie sie heute schon kein Geld für Begleitlehrer, kleinere Klassengrößen bzw. Unterstützungspersonal für jede Schule haben.