Der Wissenschaftler Stephan Schulmeister schlägt vor, dass die Handelsunternehmen ihre Preise auf einer zentralen, staatlichen Plattform veröffentlichen müssten. Dadurch erhofft er sich mehr Preistransparenz, so dass Kunden dort einkaufen können, wo es billiger ist, und die Hersteller und Handelsunternehmen “durch den Markt” dazu bewegt werden, ihre Preise zu senken.
Also ein staatliches geizhals.at?
Ich fürchte dass das auch nicht viel hilft. Die Preise der großen Supermarktketten sind bei den selben Produkte exakt auf den Cent gleich.
Ein Schelm wer Preisabsprachen vermutet.
Idee:
In meiner Kindheit gab es gesetzlich gedeckelte Preise auf Grundnahrungsmittel, Heizmaterial und Waren des täglichen Bedarfs. Dafür waren alle Anderen Waren eben ein bisserl teurer. Energie und Kommunikation waren sowieso in staatlicher Hand. Der Staat Österreich könnte also einen Preisdeckel für bestimmte Produktklassen und -linien in der Höhe de deutschen Durchschnittspreises beschließen.
Wenn auch Österreichs Regierung zu diesem Schritt entschließen könnte wäre der 1. Schritt getan. Der 2. Schritt wäre das Anziehen der Steuerschraube, mit Reichensteuer [Steuer auf geparktes Geld] und Erbschaftssteuer. Der 3. Schritt wäre: die Arschkriecherei mit Dienstwagen- und Pendlerpauschale, Diesel-Euro und wwi (was weis ich sonst noch alles) - schleunigst zu beenden. Zum Ausgleich sollten Menschen mit geringem Einkommen sowie Kinder und Jugendliche verstärkt unterstützt und gefördert werden.
Bitte keine Polemik: daß dies nicht geht: Schaut auf Spanien, Portugal, Liechtenstein, Belgien, Schweiz - auch Finnland, Island und Dänemark, können als Vorbild genommen werden.
Vielleicht liegt das Problem, der fehlenden Lösungen, einfach in der Angst unserer Politiker - die Angst Fehler zu machen?
Es liegt an denen die die Politik bezahlen und die kein Interesse daran haben, dass das passiert bzw. die Interesse daran haben, dass das NICHT passiert.
Und es liegt an denen, die sich diese Politik gefallen lassen.
Ich finde Preisdeckelungen sind nicht notwendig wenn der Markt funktioniert. Nur bei den Lebensmitteln kann man nachweisen, dass er das nicht tut. Die Wettbewerbsbehörde (die dafür zuständig wäre) kann keinen Hinweis für Preisabsprachen entdecken. Und im Binnenmarkt Europa darf man alles kreuz und quer importieren, nur billigere Lebensmittel aus dem Ausland nicht?
Also so böse will ich es nicht sehen - mir ist lieber der Gedanke an unfähige und somatische Politiker.
Dann habe ich immerhin die Möglichkeit, davon zu träumen: daß was besseres nachkommen könnte.
Wenn ich mir allerdings unser Bildungssystem anschaue, kommen mir inzwischen starke, berechtigte, Zweifel.
Inzwischen bäumt sich vor meinen Augen ein Katalog von Fragen auf - und der Tenor ist: wo fangen wir an?
(Naja: vielleicht erlebe ich den Anfang noch - den Traum meiner Jugend: Menschen am Mars, werde ich leider nicht mehr erleben)