Nachhaltigkeit bei KI zu wenig beachtet

Ich muss zugeben, mir war dieser Text viel zu lang und habe ihn daher nicht vollständig gelesen.
Soweit ich dabei feststellen konnte, werden in diesem Text die Auswirkungen der Klimakatastrophe auf die - nicht nur technologische - Zukunft unserer Welt nicht einmal als Randerscheinung berücksichtigt.

Denn schon dieses Wochende haben wir in weiten Teilen West- und Mittel-Europas (und auch bei uns in Österreich) schon Lufttemperaturwerte von mehr als 40° Celsius erreicht - und sind in naher Zukunft noch höhere Werte zu erwarten.

Bei diesen Temperaturen leidet nicht nur der Mensch, sondern wird auch unsere technische Infrastruktur immer öfter in Mitleidenschaft gezogen :

  • Gesperrte Bahnstrecken zufolge verbogener Gleise,
  • beschädigte Fahrbahnen auf Straßen durch aufgeplatzte Betondecken oder wegen zu weicher Asphaltbeläge,
  • wegen fehlenden Kühlwassers abgeschaltete Atomkraftwerke - bzw. thermische Kraftwerke,
  • Trinkwasserprobleme durch trockenfallende Brunnen,
  • massive Ernteausfälle wegen langer Trockenperioden bei gleichzeitig rapide fallenden Grundwasserspiegeln,
  • in immer kürzeren Abständen aufretende „hundertjährige Hochwässer“,
  • steigende Anzahl vorzeitiger Sterbefälle

sind heute schon eine erste Vorwarnung auf jene Ereignisse, die erst noch auf uns zu kommen werden.

Zur Lösung dieser Probleme wird KI gar nichts beitragen, sie werden aber durch immensen Ressourcenverbrauch sogar noch verschärft werden.
Dass unter solchen Voraussetzungen die Technologiefeindlichkeit - nicht nur gegen Ki - noch massiv zunehmen wird, wäre dann geradezu selbstverständlich zu erwarten.

KI Rechenzentren sind teils heftig umstritten!

Interessenkonflikt - Rechenzentren und Umweltfolgen: Eine Bestandsaufnahme in Österreich

Rechenzentren und Klimawandel: Kann Green Tech die Energiekrise lösen?

Zitat: Bis 2030 wird der Strombedarf allein in KI-Rechenzentren voraussichtlich um 166%.

KI: Rechenzentren vs. Klimaschutz?

Klimaziele kontra KI-Boom
KI gilt als Hoffnung im Kampf gegen den Klimawandel - doch ihr Energiehunger macht sie selbst zum Teil des Problems. Lösungen sind da, verschwinden aber hinter dem Hype.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur verbraucht ein heutiges Rechenzentrum mit 100 Megawatt jährlich etwa so viel Strom wie 100.000 Haushalte. Künftige Rechenzentren könnten bis zu 20 Mal mehr Energie brauchen. Hinzu kommt ein hoher Wasserverbrauch für die Kühlung der Server.

KI-Boom: Tech-Konzerne könnten Emissionen ins Ausland verlagern
Die zunehmende Vernetzung aller Lebensbereiche ist ambivalent für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

KI-Rechenzentren: In den USA immer mehr Stromerzeugung ohne Anschluss ans Netz
https://www.heise.de/news/KI-Rechenzentren-In-den-USA-immer-mehr-Stromerzeugung-ohne-Anschluss-ans-Netz-11183602.html
Interessant das komplett zu lesen!

Zudem kann es Rechenzentren so ergehen wie AKWs, bei zu hoher Erhitzung und Ressourcen Verbrauch droht Abschaltung!

In zahlreichen im Internet gefundenen Kommentaren wird die Rechenleistung pro Kilowatt mittlerweile als Maßstab für die Leistungsfähigkeit eines Rechenzentrums genannt.

Das hat auch Jen-Hsun Huang, CEO von NVIDIA, in einem seiner letzten Vorträge erwähnt. Die Energieeffizienz gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Dass da jetzt schon große Unterschiede möglich sind, habe ich vor kurzem in einem Video gesehen, in dem der Energieverbrauch des Apple Mac Studio mit einem SPARK-Rechner in einem Benchmark verglichen wurde. Das waren Zehnerpotenzen.

Ja, ich stimme zu: Energieeffizienz wird immer wichtiger. Ultra-Low-Power-Technologien sind gefragt.

Weiß jemand von euch, woran in den Laboren der Forschungseinrichtungen gerade gearbeitet wird?

Generell tun sich für alle - Politik, Unternehmen, Gesellschaft, uns selbst - verschiedene Handlungsstränge auf:
Im Grunde gibt es fünf Hebel:

  1. Energiebedarf vermeiden.

  2. Dieselbe Aufgabe mit weniger Energie erledigen.

  3. Energie zeitlich oder räumlich besser nutzen.

  4. Verluste reduzieren.

  5. Mehr erneuerbare Energie und Speicher bereitstellen.


1. Energiebedarf vermeiden (Elimination)

Politik

  • Städte so planen, dass Wege kürzer werden.

  • Homeoffice ermöglichen.

  • Behörden digitalisieren.

  • Mehr Mischnutzung statt Schlafstädte.

  • Reparatur fördern statt Neukauf.

Unternehmen

  • Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzen.

  • Produktionsschritte streichen.

  • Verpackungen reduzieren.

  • Leerfahrten vermeiden.

  • Rechenzentren konsolidieren.

Gesellschaft

  • Dinge teilen statt besitzen (Carsharing, Werkzeug).

  • Reparieren statt wegwerfen.

  • Lebensmittelverschwendung reduzieren.

Individuum

  • Autofahrten vermeiden.

  • Weniger fliegen.

  • Kleidung länger tragen.

  • Konsum hinterfragen.

  • Wohnfläche pro Person reduzieren.


2. Effizienz steigern (Substitution)

Verkehr

  • Auto → Fahrrad

  • Auto → Bahn

  • LKW → Bahn

  • Flugzeug → Zug

Gebäude

  • Wärmepumpe statt Gasheizung.

  • LED statt Halogen.

  • Induktionsherd statt Elektroplatte.

  • Passivhaus.

  • Dreifachverglasung.

Industrie

  • Elektrifizierung von Prozessen.

  • Moderne Motoren.

  • Frequenzumrichter.

  • Abwärmenutzung.

  • Hochtemperatur-Wärmepumpen.

IT

  • Effizientere Chips.

  • Bessere Software.

  • ARM statt x86 wo sinnvoll.

  • Servervirtualisierung.

  • Edge Computing.


3. Energie zeitlich verschieben (Translation)

Hier liegt wahrscheinlich einer der größten Hebel der Zukunft.

Politik

  • Dynamische Stromtarife.

  • Smart Meter.

  • Netzentgelte zeitabhängig.

Unternehmen

  • Produktion an Stromangebot koppeln.

  • Kühlhäuser als thermische Speicher nutzen.

  • Elektroflotten mittags laden.

Individuum

  • Waschmaschine mittags.

  • Geschirrspüler bei PV-Ertrag.

  • Warmwasser mittags erzeugen.

  • Elektroauto tagsüber laden.

  • Klimaanlage vorkühlen.


4. Verluste reduzieren

Stromnetz

  • Hochspannungsleitungen ausbauen.

  • Gleichstromtrassen.

  • Intelligente Netze.

  • Trafos modernisieren.

Gebäude

  • Dämmung.

  • Fenster.

  • Luftdichtheit.

  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Industrie

  • Abwärme nutzen.

  • Druckluftverluste reduzieren.

  • Rohrleitungen isolieren.

  • Leckagen beseitigen.

Haushalte

  • Standby vermeiden.

  • Alte Kühlschränke ersetzen.

  • Warmwasserleitungen isolieren.

  • Heizungsrohre dämmen.


5. Mehr erneuerbare Energie erzeugen

Politik

  • Genehmigungen vereinfachen.

  • Dächer verpflichtend nutzen.

  • Offshore-Wind ausbauen.

  • Agri-PV fördern.

  • Floating-PV.

  • Geothermie erschließen.

Unternehmen

  • Firmendächer belegen.

  • Eigene Windparks.

  • Prozesswärme solar erzeugen.

  • Abwasserwärme nutzen.

Gesellschaft

  • Energiegenossenschaften.

  • Bürgerkraftwerke.

  • Mieterstrom.

Individuum

  • Balkonkraftwerk.

  • PV-Anlage.

  • Solarthermie.

  • Wärmepumpe.

  • Regenwasserpumpen mit PV.


6. Mehr Speicher schaffen

Nicht Energie erzeugen, sondern besser nutzbar machen.

Kurzfristig

  • Batteriespeicher.

  • Pumpspeicher.

  • Warmwasserspeicher.

  • E-Autos als Speicher (Vehicle-to-Grid).

Langfristig

  • Wasserstoff.

  • Wärmespeicher.

  • Saisonale Erdbeckenspeicher.

  • Druckluftspeicher.

  • Schwerkraftspeicher.


7. Kaskadennutzung

Energie möglichst mehrfach verwenden.

  • Abwärme von Rechenzentren → Fernwärme.

  • Industrieabwärme → Gewächshäuser.

  • Abwasserwärme → Wärmepumpen.

  • Kühlprozesse → Warmwasser.


8. Kreislaufwirtschaft

Jedes neue Produkt kostet Energie.

  • Wiederverwenden.

  • Reparieren.

  • Refurbishing.

  • Recycling.

  • Modular bauen.

  • Langlebige Produkte.


9. Flexibilisierung

Nicht der Verbrauch passt sich dem Angebot an, sondern umgekehrt.

  • Smarte Wärmepumpen.

  • Smarte Wallboxen.

  • Smarte Haushaltsgeräte.

  • Lastmanagement in Fabriken.

  • Flexible Strompreise.


10. Suffizienz

Der oft vergessene Hebel: Nicht alles, was technisch möglich ist, muss auch getan werden.

  • Kleinere Wohnungen.

  • Weniger SUVs.

  • Weniger Fast Fashion.

  • Regional konsumieren.

  • Langlebige Geräte.

  • Weniger Einwegprodukte.


11. Flächennutzung optimieren

Mehr Energie gewinnen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

  • PV auf Dächern.

  • Fassaden-PV.

  • Parkplatzüberdachungen mit PV.

  • Agri-PV.

  • Floating-PV auf Seen und Reservoirs.

  • PV entlang von Autobahnen und Bahnstrecken.

  • Lärmschutzwände mit integrierter PV.


12. Systemintegration

Oft fehlt nicht Energie, sondern die richtige Vernetzung.

  • Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor koppeln.

  • Fernwärme aus Industrieabwärme speisen.

  • Wärmepumpen mit PV kombinieren.

  • Batteriespeicher netzdienlich betreiben.

  • Quartierspeicher statt vieler kleiner Einzelspeicher.

  • Intelligente Steuerung über Smart Grids.


Ein hilfreiches Ordnungsprinzip

Man kann die Maßnahmen auch nach ihrer Priorität sortieren. Häufig ist der größte Nutzen in genau dieser Reihenfolge zu erzielen:

  1. Vermeiden – Energie gar nicht erst benötigen.

  2. Effizienz – dieselbe Leistung mit weniger Energie erreichen.

  3. Flexibilisieren – Verbrauch und Erzeugung zeitlich aufeinander abstimmen.

  4. Verluste minimieren – möglichst wenig der eingesetzten Energie verschwenden.

  5. Erneuerbare Erzeugung ausbauen – zusätzliche saubere Energie bereitstellen.

  6. Speichern – Überschüsse für Zeiten geringer Erzeugung nutzbar machen.

Diese Reihenfolge ist deshalb sinnvoll, weil jede vermiedene Kilowattstunde weder erzeugt, transportiert noch gespeichert werden muss. Dadurch sinken gleichzeitig der Bedarf an Infrastruktur, Speichern und Erzeugungsanlagen.


Fallen Euch Maßnahmen ein, was jeder von uns persönlich tun kann, um einerseits weniger Energie zu verbrauchen und andererseits selbst mehr Energie bereit zu stellen?

Wenn der Treibstoff 5 Euro/Liter kosten würde (die deutschen Grünen hatten in den 1980er Jahren erschreckende 5 DM/Liter verlangt), würden bestimmt viele Menschen:

  • das Auto stehen lassen
  • langsamer und effizienter Fahren
  • daheim bleiben, zu Fuß gehen, mit dem Rad/Roller fahren, die Öffies nutzen (sofern es diese in der Wohngegend überhaupt gibt), Taxis nutzen.

Super wäre es, wenn das durch moderene Mobilitätsangebote begleitet würde:

  • mehr Verbindungen in den Offies (Gruppentransport)
  • öffentliche Angebote von Taxis (Invididualtransport) - insbesondere für den ländlichen Raum, der durch Öffies nicht zu gut erschlossen ist.
  • Transportservices für Privatpersonen für Waren
  • Kostenlose Öffies

Zu Beginn steht:

Es gibt 5 Hebel… Dann werden 12 Punkte aufgezählt und zum Schluss sind es wieder nur 6?

Was mir dazu einfällt:

Vermeiden. D.h. auch Texte nicht nur von KI schreiben lassen :smiley:

Genau der ist nicht mit der KI geschrieben, sondern reine Kladde.

Ursprünglich hatte ich nur zwei Ansatzpunkte: den Energiebedarf reduzieren und die Energieerzeugung steigern. Anschließend kam mir die Idee, eine gedankliche Matrix aufzubauen, um Handlungsakteure zu skizzieren (Politik, Unternehmen, Gesellschaft, wir als Einzelpersonen). Ich wollte nämlich weg von „DIE DA“ hin zu „WAS KANN ICH SELBST TUN“.

Beim Tippen sind mir dann noch viele weitere Ideen gekommen. Da ich den Diskurs aber nur am Laufen halten wollte, den du mit dem provokanten Szenario und dem Hinweis von Erich, dass Nachhaltigkeit fehlen würde, angestoßen hast, habe ich das nicht mehr sortiert oder in Reinschrift geschrieben.

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Binnen-Schifffahrt bei aufleben lassen! Europa ist stellenweise noch von alten Schifffahrt Kanälen durchzogen. Es muss nicht immer alles in wenigen Stunden quer durch Europa gekarrt werden. Zudem mehr Produktion wieder lokal durchführen. Weg von Wegwerfmentalität - man muss nicht alle 10 Jahre sämtlichen Möbel tauschen!

Bei alten Gebäuden ist es ratsam eine Kosten Nutzen Rechnung zu erstellen.
Nicht immer ist bei WP ein Rausschmiss der Radiatoren, auf 3 fach Verglaste Fenster tauschen, Haus in “Wolle“ einpacken, notwendig.
Bei alte Vierkanthöfen kannst Fenstertausch und Styroporfassade vergessen, das Haus wäre in wenigen Jahren Abriss reif! Da diese Häuser kaum über eine Fundament Horizontal-Isolierung, lebt dieses Haus von etwas Zugluft um die aufsteigende Bodenfeuchte nach draußen zu bringen. Detto geben die Wände die Feuchte nach außen ab. JEDE Sperre ist da zu vermeiden. Bei einem dieser Vierkanthöfe eine komplette Horizontal Isolierung ein zu bauen, da kannst gleich ein neues Haus bauen.
Das trifft bei vielen alten, oft sogar Denkmal Geschützen Bauten zu.

  1. Energiebedarf vermeiden.

  2. Dieselbe Aufgabe mit weniger Energie erledigen.

  3. Energie zeitlich oder räumlich besser nutzen.

  4. Verluste reduzieren.

  5. Mehr erneuerbare Energie und Speicher bereitstellen.


1. Energiebedarf vermeiden (Elimination)

Politik

  • Städte so planen, dass Wege kürzer werden.

  • Homeoffice ermöglichen.

  • Behörden digitalisieren.

  • Mehr Mischnutzung statt Schlafstädte.

  • Reparatur fördern statt Neukauf.

Unternehmen

  • Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzen.

  • Produktionsschritte streichen.

  • Verpackungen reduzieren.

  • Leerfahrten vermeiden.

  • Rechenzentren konsolidieren.

Gesellschaft

  • Dinge teilen statt besitzen (Carsharing, Werkzeug).

  • Reparieren statt wegwerfen.

  • Lebensmittelverschwendung reduzieren.

Individuum

  • Autofahrten vermeiden.

  • Weniger fliegen.

  • Kleidung länger tragen.

  • Konsum hinterfragen.

  • Wohnfläche pro Person reduzieren.


2. Effizienz steigern (Substitution)

Verkehr

  • Auto → Fahrrad

  • Auto → Bahn

  • LKW → Bahn

  • Flugzeug → Zug

Gebäude

  • Wärmepumpe statt Gasheizung.

  • LED statt Halogen.

  • Induktionsherd statt Elektroplatte.

  • Passivhaus.

  • Dreifachverglasung.

Industrie

  • Elektrifizierung von Prozessen.

  • Moderne Motoren.

  • Frequenzumrichter.

  • Abwärmenutzung.

  • Hochtemperatur-Wärmepumpen.

IT

  • Effizientere Chips.

  • Bessere Software.

  • ARM statt x86 wo sinnvoll.

  • Servervirtualisierung.

  • Edge Computing.


3. Energie zeitlich verschieben (Translation)

Hier liegt wahrscheinlich einer der größten Hebel der Zukunft.

Politik

  • Dynamische Stromtarife.

  • Smart Meter.

  • Netzentgelte zeitabhängig.

Unternehmen

  • Produktion an Stromangebot koppeln.

  • Kühlhäuser als thermische Speicher nutzen.

  • Elektroflotten mittags laden.

Individuum

  • Waschmaschine mittags.

  • Geschirrspüler bei PV-Ertrag.

  • Warmwasser mittags erzeugen.

  • Elektroauto tagsüber laden.

  • Klimaanlage vorkühlen.


4. Verluste reduzieren

Stromnetz

  • Hochspannungsleitungen ausbauen.

  • Gleichstromtrassen.

  • Intelligente Netze.

  • Trafos modernisieren.

Gebäude

  • Dämmung.

  • Fenster.

  • Luftdichtheit.

  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Industrie

  • Abwärme nutzen.

  • Druckluftverluste reduzieren.

  • Rohrleitungen isolieren.

  • Leckagen beseitigen.

Haushalte

  • Standby vermeiden.

  • Alte Kühlschränke ersetzen.

  • Warmwasserleitungen isolieren.

  • Heizungsrohre dämmen.


5. Mehr erneuerbare Energie erzeugen

Politik

  • Genehmigungen vereinfachen.

  • Dächer verpflichtend nutzen.

  • Offshore-Wind ausbauen.

  • Agri-PV fördern.

  • Floating-PV.

  • Geothermie erschließen.

Unternehmen

  • Firmendächer belegen.

  • Eigene Windparks.

  • Prozesswärme solar erzeugen.

  • Abwasserwärme nutzen.

Gesellschaft

  • Energiegenossenschaften.

  • Bürgerkraftwerke.

  • Mieterstrom.

Individuum

  • Balkonkraftwerk.

  • PV-Anlage.

  • Solarthermie.

  • Wärmepumpe.

  • Regenwasserpumpen mit PV.


6. Mehr Speicher schaffen

Nicht Energie erzeugen, sondern besser nutzbar machen.

Kurzfristig

  • Batteriespeicher.

  • Pumpspeicher.

  • Warmwasserspeicher.

  • E-Autos als Speicher (Vehicle-to-Grid).

Langfristig

  • Wasserstoff.

  • Wärmespeicher.

  • Saisonale Erdbeckenspeicher.

  • Druckluftspeicher.

  • Schwerkraftspeicher.


7. Kaskadennutzung

Energie möglichst mehrfach verwenden.

  • Abwärme von Rechenzentren → Fernwärme.

  • Industrieabwärme → Gewächshäuser.

  • Abwasserwärme → Wärmepumpen.

  • Kühlprozesse → Warmwasser.


8. Kreislaufwirtschaft

Jedes neue Produkt kostet Energie.

  • Wiederverwenden.

  • Reparieren.

  • Refurbishing.

  • Recycling.

  • Modular bauen.

  • Langlebige Produkte.


9. Flexibilisierung

Nicht der Verbrauch passt sich dem Angebot an, sondern umgekehrt.

  • Smarte Wärmepumpen.

  • Smarte Wallboxen.

  • Smarte Haushaltsgeräte.

  • Lastmanagement in Fabriken.

  • Flexible Strompreise.


10. Suffizienz

Der oft vergessene Hebel: Nicht alles, was technisch möglich ist, muss auch getan werden.

  • Kleinere Wohnungen.

  • Weniger SUVs.

  • Weniger Fast Fashion.

  • Regional konsumieren.

  • Langlebige Geräte.

  • Weniger Einwegprodukte.


11. Flächennutzung optimieren

Mehr Energie gewinnen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

  • PV auf Dächern.

  • Fassaden-PV.

  • Parkplatzüberdachungen mit PV.

  • Agri-PV.

  • Floating-PV auf Seen und Reservoirs.

  • PV entlang von Autobahnen und Bahnstrecken.

  • Lärmschutzwände mit integrierter PV.


12. Systemintegration

Oft fehlt nicht Energie, sondern die richtige Vernetzung.

  • Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor koppeln.

  • Fernwärme aus Industrieabwärme speisen.

  • Wärmepumpen mit PV kombinieren.

  • Batteriespeicher netzdienlich betreiben.

  • Quartierspeicher statt vieler kleiner Einzelspeicher.

  • Intelligente Steuerung über Smart Grids.


Ein hilfreiches Ordnungsprinzip

Man kann die Maßnahmen auch nach ihrer Priorität sortieren. Häufig ist der größte Nutzen in genau dieser Reihenfolge zu erzielen:

  1. Vermeiden – Energie gar nicht erst benötigen.

  2. Effizienz – dieselbe Leistung mit weniger Energie erreichen.

  3. Flexibilisieren – Verbrauch und Erzeugung zeitlich aufeinander abstimmen.

  4. Verluste minimieren – möglichst wenig der eingesetzten Energie verschwenden.

  5. Erneuerbare Erzeugung ausbauen – zusätzliche saubere Energie bereitstellen.

  6. Speichern – Überschüsse für Zeiten geringer Erzeugung nutzbar machen.

Diese Reihenfolge ist deshalb sinnvoll, weil jede vermiedene Kilowattstunde weder erzeugt, transportiert noch gespeichert werden muss. Dadurch sinken gleichzeitig der Bedarf an Infrastruktur, Speichern und Erzeugungsanlagen.


Fallen Euch Maßnahmen ein, was jeder von uns persönlich tun kann, um einerseits weniger Energie zu verbrauchen und andererseits selbst mehr Energie bereit zu stellen?

Beitrag von stefan.hupe vor 8 Stunden

Beitrag von Thomas_Gessl vor 8 Stunden

Beitrag von stefan.hupe vor 8 Stunden

Beitrag von Friedrich_Stockhamme vor 6 Stunden

Beitrag von Friedrich_Stockhamme vor 6 Stunden

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stefan.hupe

  1. Energiebedarf vermeiden.

  2. Dieselbe Aufgabe mit weniger Energie erledigen.

  3. Energie zeitlich oder räumlich besser nutzen.

  4. Verluste reduzieren.

  5. Mehr erneuerbare Energie und Speicher bereitstellen.


1. Energiebedarf vermeiden (Elimination)

Politik

  • Städte so planen, dass Wege kürzer werden.

  • Homeoffice ermöglichen.

  • Behörden digitalisieren.

  • Mehr Mischnutzung statt Schlafstädte.

  • Reparatur fördern statt Neukauf.

Unternehmen

  • Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzen.

  • Produktionsschritte streichen.

  • Verpackungen reduzieren.

  • Leerfahrten vermeiden.

  • Rechenzentren konsolidieren.

Gesellschaft

  • Dinge teilen statt besitzen (Carsharing, Werkzeug).

  • Reparieren statt wegwerfen.

  • Lebensmittelverschwendung reduzieren.

Individuum

  • Autofahrten vermeiden.

  • Weniger fliegen.

  • Kleidung länger tragen.

  • Konsum hinterfragen.

  • Wohnfläche pro Person reduzieren.


2. Effizienz steigern (Substitution)

Verkehr

  • Auto → Fahrrad

  • Auto → Bahn

  • LKW → Bahn

  • Flugzeug → Zug

Gebäude

  • Wärmepumpe statt Gasheizung.

  • LED statt Halogen.

  • Induktionsherd statt Elektroplatte.

  • Passivhaus.

  • Dreifachverglasung.

Industrie

  • Elektrifizierung von Prozessen.

  • Moderne Motoren.

  • Frequenzumrichter.

  • Abwärmenutzung.

  • Hochtemperatur-Wärmepumpen.

IT

  • Effizientere Chips.

  • Bessere Software.

  • ARM statt x86 wo sinnvoll.

  • Servervirtualisierung.

  • Edge Computing.


3. Energie zeitlich verschieben (Translation)

Hier liegt wahrscheinlich einer der größten Hebel der Zukunft.

Politik

  • Dynamische Stromtarife.

  • Smart Meter.

  • Netzentgelte zeitabhängig.

Unternehmen

  • Produktion an Stromangebot koppeln.

  • Kühlhäuser als thermische Speicher nutzen.

  • Elektroflotten mittags laden.

Individuum

  • Waschmaschine mittags.

  • Geschirrspüler bei PV-Ertrag.

  • Warmwasser mittags erzeugen.

  • Elektroauto tagsüber laden.

  • Klimaanlage vorkühlen.


4. Verluste reduzieren

Stromnetz

  • Hochspannungsleitungen ausbauen.

  • Gleichstromtrassen.

  • Intelligente Netze.

  • Trafos modernisieren.

Gebäude

  • Dämmung.

  • Fenster.

  • Luftdichtheit.

  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Industrie

  • Abwärme nutzen.

  • Druckluftverluste reduzieren.

  • Rohrleitungen isolieren.

  • Leckagen beseitigen.

Haushalte

  • Standby vermeiden.

  • Alte Kühlschränke ersetzen.

  • Warmwasserleitungen isolieren.

  • Heizungsrohre dämmen.


5. Mehr erneuerbare Energie erzeugen

Politik

  • Genehmigungen vereinfachen.

  • Dächer verpflichtend nutzen.

  • Offshore-Wind ausbauen.

  • Agri-PV fördern.

  • Floating-PV.

  • Geothermie erschließen.

Unternehmen

  • Firmendächer belegen.

  • Eigene Windparks.

  • Prozesswärme solar erzeugen.

  • Abwasserwärme nutzen.

Gesellschaft

  • Energiegenossenschaften.

  • Bürgerkraftwerke.

  • Mieterstrom.

Individuum

  • Balkonkraftwerk.

  • PV-Anlage.

  • Solarthermie.

  • Wärmepumpe.

  • Regenwasserpumpen mit PV.


6. Mehr Speicher schaffen

Nicht Energie erzeugen, sondern besser nutzbar machen.

Kurzfristig

  • Batteriespeicher.

  • Pumpspeicher.

  • Warmwasserspeicher.

  • E-Autos als Speicher (Vehicle-to-Grid).

Langfristig

  • Wasserstoff.

  • Wärmespeicher.

  • Saisonale Erdbeckenspeicher.

  • Druckluftspeicher.

  • Schwerkraftspeicher.


7. Kaskadennutzung

Energie möglichst mehrfach verwenden.

  • Abwärme von Rechenzentren → Fernwärme.

  • Industrieabwärme → Gewächshäuser.

  • Abwasserwärme → Wärmepumpen.

  • Kühlprozesse → Warmwasser.


8. Kreislaufwirtschaft

Jedes neue Produkt kostet Energie.

  • Wiederverwenden.

  • Reparieren.

  • Refurbishing.

  • Recycling.

  • Modular bauen.

  • Langlebige Produkte.


9. Flexibilisierung

Nicht der Verbrauch passt sich dem Angebot an, sondern umgekehrt.

  • Smarte Wärmepumpen.

  • Smarte Wallboxen.

  • Smarte Haushaltsgeräte.

  • Lastmanagement in Fabriken.

  • Flexible Strompreise.


10. Suffizienz

Der oft vergessene Hebel: Nicht alles, was technisch möglich ist, muss auch getan werden.

  • Kleinere Wohnungen.

  • Weniger SUVs.

  • Weniger Fast Fashion.

  • Regional konsumieren.

  • Langlebige Geräte.

  • Weniger Einwegprodukte.


11. Flächennutzung optimieren

Mehr Energie gewinnen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

  • PV auf Dächern.

  • Fassaden-PV.

  • Parkplatzüberdachungen mit PV.

  • Agri-PV.

  • Floating-PV auf Seen und Reservoirs.

  • PV entlang von Autobahnen und Bahnstrecken.

  • Lärmschutzwände mit integrierter PV.


12. Systemintegration

Oft fehlt nicht Energie, sondern die richtige Vernetzung.

  • Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor koppeln.

  • Fernwärme aus Industrieabwärme speisen.

  • Wärmepumpen mit PV kombinieren.

  • Batteriespeicher netzdienlich betreiben.

  • Quartierspeicher statt vieler kleiner Einzelspeicher.

  • Intelligente Steuerung über Smart Grids.


Ein hilfreiches Ordnungsprinzip

Man kann die Maßnahmen auch nach ihrer Priorität sortieren. Häufig ist der größte Nutzen in genau dieser Reihenfolge zu erzielen:

  1. Vermeiden – Energie gar nicht erst benötigen.

  2. Effizienz – dieselbe Leistung mit weniger Energie erreichen.

  3. Flexibilisieren – Verbrauch und Erzeugung zeitlich aufeinander abstimmen.

  4. Verluste minimieren – möglichst wenig der eingesetzten Energie verschwenden.

  5. Erneuerbare Erzeugung ausbauen – zusätzliche saubere Energie bereitstellen.

  6. Speichern – Überschüsse für Zeiten geringer Erzeugung nutzbar machen.

Diese Reihenfolge ist deshalb sinnvoll, weil jede vermiedene Kilowattstunde weder erzeugt, transportiert noch gespeichert werden muss. Dadurch sinken gleichzeitig der Bedarf an Infrastruktur, Speichern und Erzeugungsanlagen.


Fallen Euch Maßnahmen ein, was jeder von uns persönlich tun kann, um einerseits weniger Energie zu verbrauchen und andererseits selbst mehr Energie bereit zu stellen?

Beitrag von stefan.hupe vor 8 Stunden

Beitrag von Thomas_Gessl vor 8 Stunden

Beitrag von stefan.hupe vor 8 Stunden

Beitrag von Friedrich_Stockhamme vor 6 Stunden

Beitrag von Friedrich_Stockhamme vor 6 Stunden

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Bereitgestellt von Discourse

stefan.hupe

1. Energiebedarf vermeiden.

Das ist nicht ausreichend , weil wir schon den derzeitigen Energiebedarf nicht - bzw. nicht rasch genug - aus erneuerbaren Quellen decken können.
Zu erneuerbaren Quellen gehören für mich jedenfalls keine Atomkraftwerke - ganz unabhängig von irgendwelchen „innovativen“ Technologien für diesen Bereich.

Das Ziel muss daher sein, den derzeitigen Energiebedarf drastisch abzusenken und auf einen Wert deutlich unter dem derzeitigen Energiebedarf zu beschränken - und nicht wieder darüber hinaus ansteigen zu lassen.

  1. Dieselbe Aufgabe mit weniger Energie erledigen.

. - aber dabei immer den nicht zu überschreitenden Gesamtenergiebedarf (aus Punkt 1 ) beachten , daher immer die Anzahl solcher energievebrauchenden Aufgaben beschränken -
was auch immer Du unter der Bezeichnung „Aufgaben“ hier gemeint haben könntest.

  1. Energie zeitlich oder räumlich besser nutzen.

Das ist für die Erreichung der hier unter 1. geforderten Energieinsparungen und der notwendigen globalen Bedarfsbegrenzung jedenfalls immer erforderlich.

  1. Verluste reduzieren.

Das sollte schon lange selbstverständlich für jeden direkten und indirekten Energiebedarf ( z.B. auch durch unnötigen Materialverbaruch , zu geringe Lebens-/Nutzungs-Dauer von Produkten, vernichtete/verdorbene Lebensmittel, … ) selbstverständlich sein und ist für die Erreichung der Ziele unter Punkt 1 jedenfalls erforderlich.

  1. Mehr erneuerbare Energie und Speicher bereitstellen.

Das ist für die Erreichung der Ziele unter Punkt 1 jedenfalls erforderlich.
Es wird aber leider nicht gelingen, auf diesem Weg den derzeitigen Energiebedarf rechtzeitig zu decken. Diese „Einsicht“ ist einer der Gründe, den derzeitigen Energiebedarf drastisch absenken zu müssen - und dann nicht wieder ansteigen zu lassen.

Über weitere Details (auch entsprechend der, von Dir bereits vorgesehenen, Gliederung hier oben) können wir gerne diskutieren , wenn wie uns über die hier skizzierten Grundsätze einig sein sollten.