Neue Flüssigbatterie könnte teure Li-Ionen-Wandakkus ersetzen

Die Erfindung aus Australien ist außerdem nicht brennbar und setzt auf ungiftige Chemikalien

https://www.derstandard.at/story/3000000288192/neue-fluessigbatterie-koennte-teure-li-ionen-wandakkus-ersetzen

Dabei handelt es sich um eine sogenannte Organic Redox Flow Battery (ORFB), ein relativ junger Batterietyp, der 2009 entstanden ist. Er gilt allgemein als Hoffnungsträger, wenn es darum geht, große Mengen an Energie aufzunehmen, die über Windkraftwerke und Solaranlagen gewonnen wird. Wie konventionelle Flüssigbatterien nutzen auch ORFBs mit zwei Chemikalienmischungen (Elektrolyte) gefüllte Tanks. Im konkreten Fall handelt es sich um eine Lösung mit dem organischen Molekül 2,6-Dihydroxyanthrachinon sowie eine Lösung mit Kaliumferrocyanid, die als die beiden Pole fungieren.

Diese Flow-Battery weist laut den Forschern auch keinerlei Brandrisiko auf, da beide Chemikalienlösungen wasserbasiert und zudem auch ungiftig sind. Der Ionentransfer findet zudem abseits der Tanks in einer eigenen Kammer (Stack) statt. In dieser befindet sich die Membran, an welcher die Flüssigkeiten vorbei gepumpt werden.

Meldungen über ”Wunderbatterien” gibt’s wohl schon genug, aber:
Das Konzept von Flüssigbatterien scheint mehr Usability zu bieten, als jenes der Festkörperbatterien - insbesondere dann, wenn die benötigten Flüssigkeiten über lange Zeit stabil (ohne ihre Eigenschaften zu ändern - ohne zu ”altern” ) gelagert werden könnten und mit ihrer Energiedichte irgendwann mit fossilen Treibstoffen konkurrieren könnten - und vielleicht z.B. 5 kWh/l (ca 50 % des Wertes von Diesel) - erreichen könnten.
Die gesamte Logistik der Tankstellen könnte dann fast unverändert beibehalten werden, der “Ladevorgang” bestünde dann im Austausch der verbrauchten (“entladenen” ) Flüssigkeiten der Batterie gegen regenerierte (“geladene”) Flüssigkeiten -
mit einem nicht unwesentlichen Vorteil: Die Regeneration (das “Laden “) der Batterieflüssigkeiten müsste nicht am Standort der Tankstellen mit “Ladestationen” für solche Flüssigbatterien erfolgen , sondern könnte im großindustriellen Maßstab (ähnlich, wie die heutigen Raffinerien für Erdölprodukte ) an besonders gut an das elektrische Energierversorgungsnetz angebundenen Standorten oder in unmittelbarer Nachbarschaft von Produktionsanlagen für elektrsiche Energie erfolgen und würde so das Verteilnetz für elektrische Energie weniger großflächig belasten.

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Oder im Sommer den Energieüberschuss aus PV in den Tank tun um so über den Winter zu kommen! Meine 8kWp am Dach würden von der Sonnen-Energie her ausreichen um über Jahr vollkommen autark zu sein, notfalls gäbe sicherlich noch Platz um auf 10kWp (Leistung der Fronius Reglers) auf zu stocken.
Das bei einem nicht thermisch sanierten Haus und Radiatoren-Heizung.
Von wegen WP & PV brächte bei älteren Häusern nichts!

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Wenn Du damit E-Fuels (oder auch reinen, unverarbeiteten, Wasserstoff) meinen solltest, dann wäre das meiner Meinung nach nicht der richtige Weg zu wirksamem Klmaschutz.
Nicht nur weil dadurch zumindest 40 % ( bei E-Fuels aber noch deutlich mehr) der urspünglich verfügbaren elektrischen Energie verloren gehen würde und zusätzlich bei Nutzung der E-Fuels in Verbrennungs-Prozessen (bzw. - Motoren) auch wieder mit klimaschädlichen Abgasen gerechnet werden müsste, deren nachträgliche Behandlung/Entfernung zu noch deutlich schlechterem Wirkungsgrad - und damit zu noch höherem Energiebedarf - der jejweiligen Prozesse bzw. Motoren führen würde.

Interessanter Diskurs.

Ich nehme zwei Aspekte an:

Der Weiterbetrieb der bisherigen Verbrennungsmotoren

Wie können wir die bisherigen Verbrennungsmotoren weiter betreiben, ohne auf Erdöl zu setzten?

Sind wir in der Lage, flüssige Energiespeicher (E-Fuel) zu entwickeln, die elektrische Energie aus regenerativen Energiequellen speichern, mit denen wir die bisherige Infrastruktur weiter betreiben können?

Elektrische Energiespeicher und mobile Systeme

Gehen wir mal davon aus, dass ein Fahrzeug (als Beispiel für mobile Systeme) in Zukunft immer mit einem Elektromotor ausgestattet ist, die elektrische Energie dafür aber aus einer mobilen, mit dem Fahrzeug mitgeführten Energiequelle kommt: Sei es eine Feststoff-Batterie, eine Wasserstoff-Brennzelle oder ein Verbrennungs-Generator, der sich eines Treibstoffes aus einem Tank bedient.

Wäre es dann denkbar, dass wir einen flüssigen, d.h. tankbaren Energiespeicher entwickeln, dessen in ihm gespeicherte Energiemenge ohne einen Prozess, der schädliche Emissionen erzeugen würde, in elektrische Energie umwandeln könnte?

Welche liquide Substanzen würden dafür in Frage kommen können? Sind diese in ausreichender Menge vorhanden, leicht handhabbar und gesundheitlich und ökologisch unbedenklich? Könnten sie in Zukunft auch bezahlbar sein?

Wie könnte ein geeigneter Energieumwandlungsprozess aussehen?

Die Beantwortung all dieser Fragen ist aus den Forschungsprojekten rund um Flüssigbatterien zu erwarten, bis hin zu zur Hoffnung, dass in Zukunft Elektrofahrzeuge nicht mehr geladen, sondern ganz ähnlich , wie heute Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, betankt werden könnten und dabei verbrauchte Flüssigkeiten aus den Tanks der Flüssigbatterie der Fahrzeuge nur ausgetauscht werden müssten.
Auch in diesen Hoffnungen steckt noch viel Spekulation, aber durch zahlreiche Forschungprojekte in diesem Berreich, gibt es durchaus Chancen, dass zumindest einige der mit Flüssigbatterien verbundenen Hoffnungen/Spekulationen vielleicht in Zukunft doch zur technischen Realität werden könnten.
Und in diesen Forschunsbereichen bin ich auch durchaus optimistisch - auch wenn ich mich hier in meinen Erwartungen irren könnte.

E-Fuels, wie sie derzeit immer wieder in der Öffentlichjkeit diskutiert werden - als alternativer Treibstoff für Verbrennungsmotoren - haben aber abseits von Nischenanwendungen keine Zukunft. Verbrennunsmotoren haben daher genauso keine Zukunft.

Das meinte ich nicht!
Sonder dieses

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Ja, genau solche Batterien habe ich gemeint und auf diesen Artikel habe ich mich in meinem Beitrag hier weiter oben bezogen- siehe https://forum.4future.community/t/neue-fluessigbatterie-koennte-teure-li-ionen-wandakkus-ersetzen/472?u=erich_pekar.

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