Der Autobauer reagiert auf Datenanalysen: Bestimmte Kundengruppen wollen weniger Touch und mehr Tasten
Haptische Systeme wie Schalter, Tasten, Drehregler usw. kann man auch blind bedienen. Bei Touchbildschirmen muss man den Blick teilweise sehr lange von der Straße nehmen.Wenn man zudem zum Lesen der kleinen Texte auf dem Bildschirm noch eine Lesebrille brauchen sollte, wird es ganz schwierig.
Das Problem bei Touchscreens ist aber nicht nur fehlende Haptic - sondern auch die Abhängigkeit der einfachen Bedienbarkeit von manchen Touchscreens von der Beschaffenheit/dem Zustand der Haut (z.B. ihrer Feuchtigkeit und Elastizitzät ) und von vielleicht erforderlichem Handschutz( z.B. Handschuhe ).
Bei vandalensicheren Touchscreens( z.B.: Fahrkartenautomaten von öffentlichen Verkehrsmitteln) gibts dann zufolge des größeren Abstandes zwischen der optischen Anzeigefläche und der berührungsensitiven Fläche zusätzlich noch Parallaxen-Probleme, wenn der vorgegebene Blickwinkel auf den Bildschirm nicht eingehalten werden kann. Die genaue Lage der berührungsensitiven Flächen der Bedienelemente eines Eingabebildschirms kann dann nicht mehr durch den Benutzer erkannt werden, sondern nur mehr “erraten” werden.
In den Texten wird es auch angesprochen: Eine integrative Bedienoberfläche mit Knöpfen/Drehreglern (Haptisch) Touchscreen (es scheint auch wieder HUD - Head Up Displays zu kommen), Spracheingabe (man muss die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen) - je nach Anwendungszweck scheint am sinnvollsten zu sein.
Auch bei Spracheingabe sind ganz ähnliche Probleme vorhanden - nicht nur vielleicht durch irgendwelche Behinderungen/Krankheiten mit daher eingeschränkten sprachlichen Ausdrucks- bzw. Formulierungs-Fähigkeiten.
Und Head-UP-Displays (für im Sichtbereich - z.B. einer Brille - eingespiegelte Daten) kann ich mir im Alltag noch weniger vorstellen, als fast alle anderen Gadgets der Science-Fiction.
Eine Eingabe mittels Head-UP-Displays würde dann etwa über die Augenbewegungen und einmaliges oder zweimaliges Blinzeln mit den Augen gesteuert werden ?
Um Fehleingaben zu vermeiden. müssten die Augen dann längere - vielleicht sogar genau einzuhaltende - Zeit geschlossen bleiben ?
Es könnte aber durchaus sinnvoll sein, solche Techniken (z.B. auch HUP ) in speziellen Anwendungszsenarien - aber sicher nicht im Alltag eines normalen privaten Haushaltes - einzusetzen.
Noch ein Auszug aus dem Text des oben verlinkten Artikels :
Schon vor zwei Jahren ließ VW mit der Aussage aufhorchen, man wolle wieder verstärkt „echte“ Knöpfe in den Autos verbauen. Ein Jahr später sprangen auch Firmen wie BMW und KIA auf den Knöpfe-Trend auf.
Der Grund: Lange Zeit galt die Reduktion auf glatte Oberflächen unter Designern als Zeichen moderner Raffinesse.
Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass Touchscreens im Alltag oft mehr ablenken als Probleme lösen. Fahrer müssen auf winzige Symbole und Menüs starren, statt sich auf die Straße zu konzentrieren – eine Ablenkung, die vor allem in Europa stark kritisiert wird. Sicherheitsforscher und Verbraucher bemängeln, dass Touch-Bedienung im Auto die Fahrsicherheit maßgeblich beeinträchtigen kann.
Design war (und ist vernutlich auch noch immer) offenbar wichtiger, als Fragen der Bedienbarkeit und Sicherheit. Das war - und ist - offenbar den Herstellern von Produkten wichtiger, als die Brauchbarkeit/die tatsächlich einfache Bedienbarkeit - und damit die Sicherheit solcher Produkte.
Offenbar sehe nicht nur ich das so :
Ab 2026 will das Fahrzeugbewertungsprogramm EuroNCAP deshalb Punkte bei Bewertungen abziehen, wenn bestimmte Funktionen im Auto nur über Touch-Oberflächen steuerbar sind.
Lieber Erich,
meinst Du wirklich, Spracheingabe hat keinen Nutzen?
Ich erlebe sie als sehr praktisch (im Smart-Home) – im Auto besonders, weil ich die Hände nicht vom Lenkrad nehmen muss.
Touchscreens sind per se schlecht? Dann wäre spannend, warum sie sich so stark durchgesetzt haben.
Head-Up-Displays sind unbrauchbar? In Kampfjets werden sie seit Jahrzehnten eingesetzt – in sehr kritischen Situationen - offenbar mit Erfolg.
Mir geht es nicht darum, dass man über Herausforderungen nicht reden sollte – im Gegenteil. Aber ich fände es gut, wenn wir neben den Problemen auch die Chancen und gelungenen Beispiele beleuchten. Die Bedienerführung in einem Tesla gefällt vielen Menschen durchaus gut. Sie hat verursacht, dass Deutsche Autos - als “Fahrzeuge für Opas” wahrgenommen werden und die Verkaufszahlen sind drastisch gesunken.
Mir wäre eine differenziertere Diskussion wichtig: Herausforderungen benennen, aber auch mögliche Lösungen und Best Practices zeigen.
Gerade jüngere Konsumenten scheinen Touchscreens intuitiver zu finden als Knöpfe. Natürlich sind manche Dinge auch kulturabhängig – in Asien kommt Touchscreen-Bedienung oft deutlich besser an als bei uns in Österreich.
Wenn die Welt untergeht, reise ich nach Wien.
Dort passiert alles 50 Jahre später.
(zugeschrieben Gustav Mahler)
Und genau das sollten wir bei 4future versuchen zu ändern – dass wir nicht 50 Jahre später reagieren, sondern rechtzeitig die Zukunft gestalten. Technologie sollte nicht als Gefahr wahrgenommen werden, sondern als etwas, das Menschen unterstützt. Die Diskussion sollte darum gehen, wie wir Technologie im Sinne des Menschen nutzen können.
Und Hand aufs Herz: Kannst Du Dir heute noch vorstellen, während der Fahrt mit Papierlandkarten zu hantieren?
Danke und liebe Grüße
Werner
Hallo Werner,
ich hatte bisher gedacht , dass “Barrierefreiheit” nicht nur für die Gestaltung von Internetseiten , sondern generell für alle Bereiche des täglichen Lebens bzw. unserer Gesellschaft gilt - und mit irgendeinem Handicap lebenden Menschen ihr Dasein nicht durch auschließlich eigennütziges , egoistisches oder uneinsichtiges Verhalten ( auch von Herstellern bzw. Unternehmen) noch zusätzlich erschwert werden sollte.
Solche Handicaps hat fast jeder - unabhängig von seinem Lebensalter.
Manche Handicaps sind von außen deutlich erkennbar, mache werden erst durch bestimmtes Verhalten erkennbar. Mache sind nur schwer bis fast gar nicht erkennbar - z.B. Hör- oder Seh-Beinträchtigen, physiche oder psychische Schmerzen ….
meinst Du wirklich, Spracheingabe hat keinen Nutzen?
Ich weiß nicht warum Du mir schon wieder unterstellst, beauptet zu haben, dass Spracheingabe unnütz wäre.
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass mit Spracheingaben auch keine Universallösung für Eingaben möglich ist.
Weil ALEXA z.B. in Küchen die berührungslose Einstellung von Timern, die Wiedergabe von Witzen oder die Auswahl von Radioprogrammen ermöglicht, bedeutet das noch lange nicht, dass ich mit solchen Technologien auch sicherheitsrelevante Funktionen von Maschinen und Fahrzeugen steuern kann, wo fehlerhaft formulierte Befehle oder nicht sofort korrekt verstandene und ausgeführte Befehle auch zu katastrophalen Ergebnissen führen könnten.
Mein Auto kennt für einige Funktionen auch Spracheingabe. Für ihre Benutzung muss aber erst das dafür vorgesehene “Vokabular” (die jeweiligen Schlüsselwörter samt den möglichen Verben) erlernt werden - die Zeit dafür habe ich nicht.
Mich ärgern schon sprachliche Menüsteuerungen am Telefon ( “Wen sie ein Anliegen A haben dann wählen sie X “ ) ich möchte solche Erfahrungen im Auto jedenfalls nicht machen.
Touchscreens sind per se schlecht?
Habe ich nie behauptet. Aber in bestimmten Fallen ( z.B. auch in Bereichen der US-Kriegsmarine) und für bestimmte - vor allem die immer größer werdende Gruppe alter - Personen sind Touchscreens mit Problemen verbunden.
Head-Up-Displays sind unbrauchbar?
Ja, sie sind im Alltag unbrauchbar.
Wir wollen doch nicht einen Platz in einem Kampfjet zum Alltag für uns alle werden lassen - oder das notwendige Verhalten solcher Kampfjet-Piloten im Luftkampf auf das tägliche Verhalten von Autofahrern mit vielleicht auf ihren Windschutzscheiben eingeblendeten Fahrzeugdaten übertragen.
Aber ich fände es gut, wenn wir neben den Problemen auch die Chancen und gelungenen Beispiele beleuchten.
Das erledigen ohnehin die Marketingabteilungen der jeweiligen Hersteller und der von ihnen miitels Werbeeinschaltungen gekauften Medien. Ich glaube nicht, dass wir den Marketingabteilungen dabei helfen müssten.
Natürlich können und sollen wir auch über Vorteile und Nutzen von Technologien sprechen - sofern sie für “die Gesellschaft” (in ihrer “inklusiven” Gesamtheit) von Bedeutungh ist und erwartet werden kann.
Und natürlixh können wir auch über jene “Vorteile” sprechen/schreiben, die nur aus höherem Umsatz für die Hersteller bestehen.
Die Bedienerführung in einem Tesla gefällt vielen Menschen durchaus gut.
Ein Tesla ist aber nun schon länger nicht mehr das “Maß aller Dinge” - nicht nur wegen immer wieder auftretender technischer Probleme oder irreführender Werbung .
Ein Tesla war - und bleibt auch weiterhin - ein “Minderheitenprogramm” für Personen mit großer Geldbörse und/oder bewußt zur Schau gestellter “Extravaganz”. Die Zahl “viele Menschen” ist daher sicher “relativ” - und subjektiv - zu verstehen. als Anzahl der derzeitigen oder zkünftigen Besitzer von Tesla-Fahrzeugen.
Und genau das sollten wir bei 4future versuchen zu ändern – dass wir nicht 50 Jahre später reagieren, sondern rechtzeitig die Zukunft gestalten.
Wir könnten (und haben uns vielleicht sogar) mit dieser Verzögerung - es müssten dafür ja nicht gleich 50 Jahre sein - eine menge Fehlschläge (“Rohrkrepierer”) und damit auch unötige Kosten und Schäden erspart. Um Best-Practices umsetzen zu können , müsste jednfalls immer erst zugewartet werden bis sich solche Best-Practices ( und möglichst auch deren Folgen) irgendwo manifenstiert haben.
Wir - als privater Verein, als Teil der “Zivilgsellschaft” - würden uns stark überschätzen, zu glauben, “rechtzeitig die Zukunft gestalten” zu können.
Das machen schon lange mit viel Erfahrung - und viel wirksamer - einige wenige große weltweit agierenden Unternehmen und eine leider immer größer werdende Zahl von tatsächlich - und in extrem gefährlichr Weise - “Verrückter” und “Wahnsinniger” .
Und Hand aufs Herz: Kannst Du Dir heute noch vorstellen, während der Fahrt mit Papierlandkarten zu hantieren?
Ja, wenn
ich eine/n freundliche/n Beifahrer/in habe,
der/die in die gleiche Richtung will,
der/die die Paierlandkarten auch lesen kann,
noch halbwegs aktuelle Karten zur Verfügung stehen und
auf den Sraßen noch nicht alle Straßenschilder und Ortsnamen entfernt wurden, weil sie vielleicht ohnehin schon alle “digitalisiert” wurden.
liebe Grüße
Erich
Lieber Erich,
mir ist wichtig zu betonen: Ich habe Dir nichts unterstellt – ich habe nur beschrieben, wie Deine Postings bei mir (und auch bei anderen, mit denen ich darüber spreche) ankommen.
Schon in meinem ursprünglichen Beitrag habe ich geschrieben, dass eine integrative Lösung mit Knöpfen/Drehreglern, Touchscreens, HUDs und Spracheingabe – je nach Anwendungszweck – am sinnvollsten ist. Es geht mir also nicht um eine Universallösung, sondern um eine passende Mischung.
Was mich manchmal irritiert: Deine Postings wirken auf mich oft so, als müssten wir die Technologie am besten ganz abschaffen, um nicht unterzugehen. Für mich ist Technologie weder gut noch böse – sie ist ein Werkzeug. Sie kann unser Leben verbessern (z. B. Spracheingabe für Blinde) oder verschlechtern (Massenüberwachung). Genau deswegen finde ich es wichtig, Chancen und Risiken gleichermaßen zu betrachten – nicht nur die Schattenseiten.
Auch Knöpfe sind keine Universallösung, nur weil sie heute am verbreitetsten sind. Barrierefreiheit bedeutet für mich, verschiedene Wege anzubieten, damit möglichst viele Menschen teilhaben können.
Ich glaube außerdem, dass wir hier teilweise über „des Kaisers Bart“ diskutieren: Viele dieser Fragen werden sich von selbst erledigen, sobald Fahrzeuge autonom fahren. Das mag für manche wie ein Horrorszenario klingen – aber in der Luftfahrt und im Bahnverkehr ist es längst Alltag. Flugzeuge werden seit Jahrzehnten zum größten Teil automatisch geflogen, viele U-Bahnen fahren ganz ohne Fahrer – und das mit sehr hoher Sicherheit.
Danke für Deine Postings – sie bereichern den Diskurs hier wirklich. Manchmal fühle ich mich dabei ein bisschen wie in einem Endzeitfilm
– ein Hauch mehr Zukunftsoptimismus (und wie wir dorthin kommen) würde mich freuen.
Liebe Grüße
Werner
Hallo Werner
ich lann Dir - manchmal - durchaus zustimmen :
Für mich ist Technologie weder gut noch böse – sie ist ein Werkzeug. Sie kann unser Leben verbessern (z. B. Spracheingabe für Blinde) oder verschlechtern (Massenüberwachung).
Technologie hat aber keinen “Eigenzweck”, entwickelt sich nicht “von selbst”, wird immmer von Menschen entwickelt und eingesetzt. Diese Menschen haben auch bestimmte Erwartungen/Ideen, welche Ziele durch die Entwicklung und die Anwendung solcher Technologien errreicht werden sollen.
Über diese “Verbindung” menschlicher Absichten mit durch Technologien realsierbaren Möglichkeiten erhalten Technologien bereits zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung und Produktion das Attribut “Gut” oder “Böse”.
Das gilt nicht nur für einfache Werkzeuge wie z.B. Hammer, Axt und Kettensäge, sondern z.B. auch für Drohnen und die für deren Steuerung benötigte Infrastruktur .
All diese ”Technolgien” sind solange sie nicht angewendet werden weder “gut” noch “schlecht”. Spätestens mit ihrer Verwendung erhalten sie jedenfalls eines der Attribute “gut” ( für aufbauend , Leben unterstützend ) oder “böse” ( für zerstörend, Leben vernichtend ).
Dass z.B. “das Internet” einmal zum “Totengräber” der Demokratie werden könnte, haben die Urväter dieser Technologie damals - und heute auch wir alle (da schließe ich mich gar nicht aus) bis vor wenigen Jahren - nicht erwartet .
Zudem gibt es Technologien , die jedenfalls - auch ohne sie sofort anzuwenden - als “böse” einzustufen sind : z.B. jede Art von Atomwaffen, herkömmliche Sprengbomben, chemisch/biologische Kampfstoffe u.ä.
Diese Technologien wurden mit dem ausdrücklichen Ziel, möglichst viel zu zerstören und möglichst viel Leben zu vernichten, entwickelt.
Verschärfend ist der Umstand, dass weltweit immer mehr “Verrückte” und “Wahnsinnige” an den “Hebeln und Druckknöpfen der Macht” sitzen und zufolge ihrer besonderen Veranlagung auf immer abstrusere - und auf mehrfache Art gefährlichere - Ideen kommen, welche Ziele mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Technologien verfolgt werden sollten und wie ihre Widersacher im eigenen Land noch “nachhaltiger”, als nur mit demokratischen Mitteln, bekämpft werden könnten.
Genau deswegen finde ich es wichtig, Chancen und Risiken gleichermaßen zu betrachten – nicht nur die Schattenseiten.
Risiken beziehen sich aber nicht auf “die Technologie” in ihrer Gesamtheit, sonder auf bestimmte Ausprägungen dieser Technologie ( in Geräten, “Systemen”, Anwendungen, Einsatzbereichen ..).
Eine Technologie kann daher je nach Anwendungsfall “gut” oder “böse” ein.
Eine Drohne kann zum Transportieren und Beobachten eingesetzt werden - das wäre grundsätzlich noch wertneutral - weder “gut” noch “böse”.
Wenn ein Transporrdrohne etwas fallen lässt, könnten das Arzneimittel sein, die damit schnellstmöglich zu einem Patienten gebracht werden, das Paket würde aber im Kriegsfall höchstwahrscheinlich eine Bombe sein.
Das Risisko besteht nun darin , das vielleicht auch in Friedenszeiten jemand auf diese Weise einen Bombensanschlag begehen könnte und statt eines erwarteten Paketes eine “unerwartete” Bombe vom Himmel fällt.
Unfälle und Schäden werden fast immer durch unerwartete Ereignisse ausgelöst, denn vor erwarteten schädlichen Ereignisse kann man sich zumeist schützen - gegen missbräuchlichen oder kriegerischen Drohneneinsatz aber leider noch nicht.
Überraschend finde ich, dass über positive Auswirkungen tatsächlich revolutionärer - aber inzwischen gar nicht mehr so neuer - Techologien keine Berichte mehr zu finden sind. Mittlerweile sollte es doch schon ausreichend aussagekräftige Wirtschaftstatistiken und Statistiken über Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Mitarbeiterqualifikation betroffener Branchen geben ?
Oder gibt’s da gar nichts Positives zu berichten ?
Ich glaube außerdem, dass wir hier teilweise über „des Kaisers Bart“ diskutieren: Viele dieser Fragen werden sich von selbst erledigen, sobald Fahrzeuge autonom fahren.
Diesen Glauben kann ich jedenfalls nicht mit Dir teilen.
Mir scheint das viel mehr ein Aberglaube zu sein :
Sowohl die Hoffung, dass sich
“viele dieser Fragen” (um die zuverlässigste Bedienung eines PKW ? ) von selbst erledigen werden - als auch die Hoffnung dass
Fahrzeuge in absehbarer Zeit jemals (und überall !) vollautonom fahren können werden.
Die Frage, welche unserer derzeitigen oder zukünftigen Probleme wir mit dem Einsatz von vollautonom fahrenden Fahrzeugen lösen können/wollen, werden wir jedenfalls selber beantworten müssen.
Das mag für manche wie ein Horrorszenario klingen – aber in der Luftfahrt und im Bahnverkehr ist es längst Alltag. Flugzeuge werden seit Jahrzehnten zum größten Teil automatisch geflogen, viele U-Bahnen fahren ganz ohne Fahrer – und das mit sehr hoher Sicherheit.
Im Bahnverkehr ist dieser Vergleich mehr als ”hinkend” : Denn Züge werden heute überwiegend ferngesteuert, ihre Fahrtrichtung und Richtunsgwechsel sind durch bauliche Vorgaben - Schienen und Weichen - auf den Millmeter genau vorgegeben , von denen kann kein Zug abweichen. Selbst die maximale Geschwindigkeit ist durch technische Zugbeeinflussung und Sicherungsanlagen beschränkt.
Und trotzdem sind die für autonom fahrende Straßenfahrzeuge heute testweise zugelassenen Steuerungen nicht geeignet, auch den Sicherheitsvorschriften der Bahn für vollautnomen Betrieb ( ohne menschliche Fahrer in den Zugfahrzeugen der Bahn) zu genügen.
Und auch der Alltag in der Luftfahrt wird sich noch schlagartig ändern, wenn Kriegshandlungen - vielleicht in schon in naher Zukunft - auch gegen Navigations- und Kommunikations-Satelliten gesetzt werden sollten und Navigationsignale der Satelliten nicht mehr nur terrestrisch gestört werden sollten.
Bei Seekabeln kommt es ja in letzter Zeit immer wieder zu ähnlichen Vorfällen, die zu bewusst verursachten Beschädigungen und Zerstörungen führen.
ein Hauch mehr Zukunftsoptimismus (und wie wir dorthin kommen) würde mich freuen.
Da kann ich dir wieder voll zustimmen.
Da Problem ist aber, das mehr Zukunftsoptimismus nur dann möglich wäre, wen wir die derzeitige Realität - auf nahezu allen Ebenen bzw. in allen Themenbereichen - nicht zur Kenntnis nehmen würden. Zur “Kennntnis nehmen” bedeutet abe nicht, sie als “unveränderlich” hinnehmen zu müssen.
Aber :
Wer auch nur eine zielführend Idee hätte, die nun auch uns immer näher rückenden Kriege mit friedlichen Mitteln nachhaltig beenden zu können, der wäre wohl erster Anwärter für den Friedensnobelpreis.
Leider übertreffen aktuell fast alle realen Entwicklungen die schlimmsten Befürchtungen und Kassandrarufe der größten Pessimisten. Die 1,5 °C Temperatursteigerung der durchschnittlichen globalen Temperatur haben wir schon länger bereits überschritten, die Kimakatstrophe entwickelt sich ungebremst weiter. Wir müssen daher bereits mit immer größeren - in Zukunft nicht mehr bewohnbaren - Teilen unserer Erde und mit entsprechender Zunahme der Anzahl von Klimaflüchtlingen rechnen. Gleichzeitig nimmt die Zahl und Heftigkeit von Kriegen und die Anzahl von “Wahnsinnigen” in politisch/wirtschaftlichen Führungspositionen zu.
Dass auch Österreich alle Klimaschutzziele verfehlen wird - ist nicht nur wegen der erforderlichen Ausgabeneinsparungen - ja ohnehin schon von Anfang an “selbstverständlich” gewesen - auch wenn’s nicht gleich alle verstanden haben.
Zum Abschluss noch zwei positive (?) Meldungen :
Ganz im Sinne der geforderten “Technolgieoffenheit” soll die Technologie des Verbrennungsmotors doch weiter in Neuwagen verbaut werden dürfen.
Das wird in Europa als “Fortschritt” gefeiert !?
Das vormals gefürchtete “Ozon-Loch” ist deutlich kleiner geworden.
Sein vollständiges Verschwinden darf in den nächsten Jahren erwartet werden.
möglich geworden ist dies durch internationale Zusammenarbeit und damit die weltweit wirksam erreichte Reduktion ( um deutlich mehr als 90 % ) der Fluorkohlenwasserstoffe in der Atmosphäre.
Zum Weltozontag am 16. September 2025 berichtete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), dass das Ozonloch zuletzt kleiner gewesen sei als in den Jahren 2020 bis 2023. Auch liege es unter dem durchschnittlichen Wert der Jahre 1990 bis 2020. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts soll die Ozonschicht wieder das Niveau der 1980er-Jahre erreichen. Einer Analyse aus dem Jahr 2022 zufolge könnte es über der Arktis bis 2045 zu einer vollständigen Erholung kommen, über der Antarktis im Jahr 2066.[18]