"Realität geht verloren": Digitalexpertin Brodnig erklärt Wolf Fake-Videos mit Wolf

„Meta verdient richtig viel Geld damit“, erklärt Ingrid Brodnig in „ZiB 2“, warum Plattformen gefälschte Werbevideos mit Prominenten wie Armin Wolf nicht rascher entfernt

https://www.derstandard.at/story/3000000300764/realitaet-geht-verloren-digitalexpertin-brodnig-erklaert-wolf-fake-videos-mit-wolf

Seltsam" fühlte es sich für Armin Wolf an, einen Beitrag anzusagen, in dem er eine Hauptrolle spielt. Fake-Videos in großem Stil, in denen er vermeintlich „von Kryptowährungen bis Potenzmittel“ alles Mögliche bewirbt, zuletzt Fake-Medikamente in einem umgetexteten Interviewausschnitt mit dem Virologen Christian Drosten.

Die Werbevideos über das Fake-Medikament, in denen Wolfs Drosten-Interview vorkommt, gibt es etwa in vielen Varianten mit vielen Anchormen und Anchorwomen aus allerlei Ländern. Dennoch fielen Menschen auf solche Videos herein, und manche verlören „ihr gesamtes Erspartes“

Wir müssen davon ausgehen, dass es 2026 noch schlimmer wird. Dass dann zum Beispiel auch politische Fakes mehr werden.

„Menschen stellen die Wahrheit infrage, sie werden selbst bei realen Aufnahmen von Demos, von politischen Reden misstrauisch.“ Die zumindest ebenso große Gefahr bestehe darin, „dass die Grundsubstanz unserer Demokratie, die gemeinsame Realität, mehr und mehr verloren geht.“

Warum nehmen Plattformen Fakes nicht schneller vom Netz? „Meta verdient richtig viel Geld damit, das Unternehmen hinter Facebook und Instagram“, erklärt Brodnig und beruft sich auf Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, Meta habe mit betrügerischer Werbung und Werbung für illegale Güter 2024 rund 16 Milliarden Dollar eingenommen, etwa zehn Prozent seines Gesamtumsatzes: „Wenn sie ein bisschen schwacher hinschauen, verdient man vielleicht ein paar Milliarden Dollar mehr.“

Dagegen gibt es:

A) Bildung

B) Gemeinschaftliches denken und kommunizieren

C) Meditation gegen: Gier, Angst und Unsicherheit

Deine Vorschläge sind leider vollkommen unzureichend :
Denn es gibt dann keine “Realität” mehr , bzw. keine Möglichkeit mehr, unzweifelhaft - ohne vollkommen gefakte Bilder, Videos oder Tonaufzeichnzungehn befürchten zu müssen - über die Realität berichten zu können.

zu A )
Bildung wird dann nichts mehr nützen, weil dann nicht mehr sicher sein wird, ob nicht schon die Quellen dieser Bildung ( Literatur , Lehrbücher, Videos , Tonaufzeichnungen … ) bereits durch KI “verseucht” wurden.
Und gute Bildung nutzt nur sehr bedingt, um von KI erstellte Inhalte auch als solche - möglicherweise gefakte ( z. B . historische ) Realität - erkennen zu können.
KI soll ja gerade die Vermittlung von Bildung besonders gut unterstützen - also Nutzer von KI, die noch über kein ausreichendes Wissen, bzw ausreichende Bildung, verfügen , um selbst erkennen zu können, wann KI falsche bzw. gefakte Informationen ( z.B. als virtueller Lehrer) liefert, die dann vielleicht auch noch als Lehrinhalt von Studenten/Schülern akzeptiert werden müssen.

zu B)
Gemeinschaftliches denken und kommunizieren wird gar nichts nützen , wenn irgendwann - vieleicht sogar schon bald - gar keine “unverseuchten” informationsquellen in der Digitalen Welt mehr verfügbar sein werden.
In autoritären Staaten - und neuerdings auch in den USA - werden ja schon länger (und auch schon ohne KI) unabhängige Medien “auf Linie gebracht”. Mit KI geht das ab sofort fast auf Knopfdruck - und die meisten Nutzer von KI-Systemen merken nicht einmal, dass dieser Knopf schon gedrückt wurde.

zu C) Meditation
bewirkt nur den Rückzug der Meditierenden, reduziert dadurch die Anzahl der bewusst und aktiv gegen missbräuchlichen Einsatz und Anwendung von KI auftretenden Personen und dient damit den Interessen der “Gegenseite” all jener, die besonderes - zumeist politisches - Interesse am missbräuchlichen Einsatz von KI ( z.B. zur Manipulation der öffentlichen Meinung, zur Erzielung gewünschter Wahleregebnisse, zu Bekämpfung der politischen Opposition , .. ) haben.

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Deine Argumente sind wunderbar klar kommuniziert und betreffen das kurzzeitige Verhalten der Gesellschaft an der Oberfläche welches durch Medien - in etwa - gesteuert werden kann.

Erfahrungsgemäß hält diese Außensteuerung nicht lange an (siehe die ehemaligen Kolonien) und die traditionellen Überlieferungen übernehmen wieder die Oberhand.

Wenn man, gestützt durch historische Informationen, das Problem auf die nächsten 3-5 Generationen extrapoliert: was bieten sich dann für Möglichkeiten an?

Zu beachten sind gleichwertig alle grundlegenden Bereiche: Sozial, Technik, Bevölkerung, Wirtschaft!

Übrigens: Seit -zig Jahrhunderttausenden gab es Völkerwanderungen. Anfangs war es Interesse: was ist hinter dem nächsten Hügel, bzw. Berg? Später: sie lässt es sich da leben - und als die Bevölkerungsdichte zunahm: war die Triebfeder, die Angst: zu wenig zum leben zu haben - diese Angst pervertierte und die Gier war geboren. Auch das “Hoarding" bzw. “Messie-Syndrom’" ist eine Äußerung dieser Angst und bezieht sich auch auf den Geldes Wert der Milliardäre.

Es gibt nicht nur die Angst “zu wenig zum leben zu haben”, sondern auch zahlreiche weitere, und wesentlich subtilere, Ängste, wie z.B.
die Angst, den morgigen Tag vielleicht nicht mehr überleben zu können - wie in leider immer mehr Kriegsgebieten unseres Planeten oder
die Angst, in bald zahlreichen Küstengebieten bei weiter langsam, aber stetig ansteigendem Meerespiegel die Heimat und die Gedenkstätten an die eigenen Vorfahren verlassen - und in andere höhergelegene Regionen flüchten - zu müssen oder
die Angst, auch morgen wieder den Kindern nur beim Verhungern hiflos zuschauen zu können, weil die aktuelle Ernte schon wieder auf den Feldern verdorrt ist, da es seit dem letzten Jahr kaum mehr Niederschläge gegeben hat.

Von “Gier” sind solche Gründe von Angst - und tatsächlicher Bedrohung - Betroffener aber noch “Lichtjahre” entfernt.

Zu beachten sind gleichwertig alle grundlegenden Bereiche: Sozial, Technik, Bevölkerung, Wirtschaft!

Jene, die “zum Leben zu wenig, zum Sterben aber noch zu viel” haben , werden das aber ganz anders sehen.