Die schwedische Verkehrsbehörde fordert von Tesla, dass eine bestimmte Funktion des Fahrerassistenzsystems FSD entfernt wird.
Die schwedische Verkehrsverwaltung TRV schlĂ€gt in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief vom 30. April vor, gegen die europaweite Zulassung des Systems zu stimmen, solange Tesla nicht die Funktion abschaltet, mit der die Geschwindigkeitsbegrenzungen ĂŒberschritten werden können.
In einigen LĂ€ndern hat Tesla bereits die Freigabe fĂŒr die ĂŒberwachte Version des FSD (Full Self-Driving Supervised) erhalten. Die europaweite Genehmigung steht jedoch noch aus. In Deutschland liegt das Thema beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Tesla antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Auch die fĂŒr die Zulassung von Autos zustĂ€ndige schwedische Verkehrsagentur STA machte internen Unterlagen zufolge Zweifel geltend. Dabei richtete sie sich an Tesla und an die niederlĂ€ndische Verkehrsbehörde RDW, die als erste europĂ€ische Verkehrsaufsicht im April das FSD zugelassen hatte und sich fĂŒr eine europaweite Freigabe einsetzt.
Damit das FSD in der EU zugelassen werden kann, ist eine qualifizierte Mehrheit von 15 der 27 Mitgliedsstaaten mit mindestens 65 Prozent der europÀischen Bevölkerung nötig. Sollte diese Mehrheit nicht zustande kommen, verfÀllt nach Angaben der dÀnischen Verkehrsaufsicht die Zulassung in den Niederlanden nach 6 Monaten.