Settlement Microsoft / EU zu Teams

https://europa.eu/!xD7YJw

Microsoft einigt sich mit der EU darĂŒber dass sich Microsoft durch bĂŒndelung von Teams keinen unfairen Vorteil veschafft

Gibt es auf der Seite auch auf deutsch und anderen Amtssprachen der EU:

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_2048

Die EuropĂ€ische Kommission hat Verpflichtungsangebote von Microsoft angenommen, mit denen Wettbewerbsbedenken der EU in Bezug auf die beliebte Plattform fĂŒr Zusammenarbeit Teams ausgerĂ€umt werden Die Verpflichtungen sind nun nach den EU-Kartellvorschriften rechtsverbindlich.

Durch die Verpflichtungen werden die Bedenken der Kommission im Zusammenhang mit der Kopplung von Microsoft Teams an die beliebten, in den Programmpaketen Office 365 und Microsoft 365 fĂŒr GeschĂ€ftskunden enthaltenen ProduktivitĂ€tsanwendungen Word, Excel, PowerPoint und Outlook des Unternehmens ausgerĂ€umt.

Den Verpflichtungen zufolge wird Microsoft i) Versionen dieser Pakete ohne Teams zu einem ermĂ€ĂŸigten Preis anbieten, ii) Kunden mit langfristigen Lizenzen den Umstieg auf Pakete ohne Teams ermöglichen, iii) fĂŒr SchlĂŒsselfunktionen InteroperabilitĂ€t zwischen Kommunikations- und Kollaborations-Tools, die mit Teams und bestimmten Microsoft-Produkten konkurrieren, gewĂ€hren und iv) Kunden in die Lage versetzen, ihre Daten aus Teams zu extrahieren und in konkurrierenden Anwendungen zu nutzen.

Indem sie dazu beitragen, den fairen Wettbewerb wieder herzustellen, öffnen die Verpflichtungen den Markt fĂŒr andere Anbieter von Kommunikations- und Kollaborationsanwendungen in Europa.

Verpflichtungen

Um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission auszurÀumen, bot Microsoft zunÀchst die folgenden Verpflichtungen an:

  • Kunden, die im EWR kaufen, Versionen seiner Office 365- und Microsoft 365-Pakete anzubieten, die Teams nicht enthalten, und zwar zu einem deutlich geringeren Preis als die entsprechenden Pakete mit Teams. Ferner verpflichtete sich Microsoft, fĂŒr Teams oder Pakete mit Teams keine höheren PreisnachlĂ€sse anzubieten als fĂŒr Pakete ohne Teams.

  • Kunden, die im EWR einkaufen, wiederholt die Möglichkeit zu geben, auf Pakete ohne Teams umzusteigen, und den Einsatz solcher Pakete in Rechenzentren weltweit zu ermöglichen.

  • Wettbewerbern von Teams und bestimmten Dritten i) fĂŒr bestimmte Funktionen eine wirksame InteroperabilitĂ€t mit bestimmten Microsoft-Produkten und -Diensten, ii) die Einbettung der Office-Webanwendungen (Word, Excel und PowerPoint) in ihre eigenen Produkte sowie iii) eine deutlich sichtbare Integration ihrer Produkte in die wichtigsten ProduktivitĂ€tsanwendungen von Microsoft zu ermöglichen.

  • Kunden im EWR die Möglichkeit zu geben, ihre Nachrichtendaten aus Teams zu extrahieren und in konkurrierenden Lösungen zu nutzen.

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Die. Punkte:

  • seine Daten exportieren zu können, um sie in anderen Systemen nutzen zu können
  • seine eigenen Daten aus anderen Systemen importieren zu können
  • Andere Office-Programme in Teams integrieren zu können.
  • Der InteroperatibilitĂ€t mit anderen Messengern, Kalendern, AdressbĂŒchern, Mail-Programmen - in beide Richtungen

sind wichtige Punkt, die eigentlich auch fĂŒr alle anderen Hersteller gelten sollten. Also sollten Apps Dritter genauso mit Konkurrenzprodukten interagieren oder diese integrieren können. Auch die von Microsoft.

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Ein tolles Ergebnis! Was beispielsweise nicht in den Verpflichtungen enthalten ist, dass man eine Teams Lizenz auch ohne Officepaket erwerben darf.

Und wie wĂ€re es mit einer durchsetzbaren (nicht nur sanktionierbaren) Verpflichtung von Microsoft (aber auch von anderen US-Firmen), ihre Dienste auch unabhĂ€ngig von irgendwelchen politischen Begehrlichkeiten in den USA (solche Dienste etwa fĂŒr bestimmte Personen oder LĂ€nder deaktivieren lassen zu wollen) kontinuierlich - ohne provozierte Störungen oder Unterbrechungen - erbringen zu mĂŒssen ?

Kann man schon machen, wenn man nicht erpressbar ist.

Und was bedeutet das dann fĂŒr die Resilienz unserer Gesellschaft , die FunktionsfĂ€higkeit , Sicherheit und Erpressbarkeit von Unternehmen, Organisationen und Staaten - bzw die Wirksamkeit “umfassender Landesverteidigung” ( https://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/ulv_folder.pdf ) , wenn uns der Zugang zur Digitalen Welt nicht nur durch “VerrĂŒckte”, sondern auch durch militĂ€rische Angriffe auf (oder “UnfĂ€lle” mit) Einrichtungen am Festland , am Meeresboden oder in Satellitenumlaufbahnen, jederzeit entzogen werden könnte ?