Signal boykottiert Europa, falls Chatkontrolle kommt

Der Kampf gegen MassenĂŒberwachung geht weiter


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Was wĂŒrde das dann fĂŒr Österreich bedeuten?
Nutze Signal sehr oft!

Dito.

messenger.4future.Community auf element Basis?

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Hat Signal nicht seinen Firmensitz und ein paar Server in den USA?

Trau, schau wem!

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Wenn Ende zu Ende VerschlĂŒsselung kann man zwar Metadaten mitlesen, aber keine Nachrichteninhalte!

Das Problem dabei, nur wenige benutzen es, war fĂŒr mich bei meiner strikten Whatsapp Verweigerung schon schwer, alle zu ĂŒberzeugen doch Signal zu verwenden!
Einen neuerlichen Wechsel wĂŒrden viele nicht mitmachen wollen!

Was ist mit Treema? Threema – Wikipedia

WĂ€hrend des Vietnamkrieges haben amerikanische Geheimdienste herausgefunden, wie wichtig Metadaten sind und wie wenig man vom Inhalt wissen muss, um ausreichende SchlĂŒsse ziehen zu können. Daher sind Metadaten nicht unwichtiger, sondern gehören auch geschĂŒtzt.

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Ja, hÀtte ich geplant.

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Warum wohl all das Getue seinerzeit um die Vorratsdatenspeicherung, die glĂŒcklicherweise verhindert wurde.
Es gibt leider Kreise die es immer unter anderen VorwÀnden versuchen hier Land zu gewinnen!

Was Internet betrifft, muss nur die Logs der DNS auslesen. SchĂ€tze ĂŒber 90% der User machen sich da keine Gedanken darĂŒber!
Bei MS konnte man beim internen DNS sehen was Benutzer ansurfen. Das ginge wohl auch beim Provider DNS. DNS Server zeichnen auch die IP Adresse des Anforderers auf.

Schönes Projekt, wird aber an der allgemeinen Akzeptanz scheitern.
Wenn man damit den privaten Zirkel verlÀsst unterliegt man sofort dem Gesetz!

Berlin. Der EU-Rat der Innen- und Justizminister wollte eigentlich kommenden Dienstag final ĂŒber neue Durchsuchungsregeln fĂŒr Online-Plattformen wie WhatsApp oder Signal abstimmen. Doch dazu kommt es möglicherweise nicht. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erteilte dem Vorhaben eine klare Absage.

Hubig sagte, eine „anlasslose Chatkontrolle“ mĂŒsse in einem Rechtsstaat tabu sein. „Private Kommunikation darf nie unter Generalverdacht stehen.“ Der Staat dĂŒrfe Messenger zudem nicht dazu zwingen, Nachrichten vor Versendung auf verdĂ€chtige Inhalte zu scannen. „Solchen VorschlĂ€gen wird Deutschland auf EU-Ebene nicht zustimmen.“ Auch die Union im Bundestag stellt sich gegen das Vorhaben.




Whatsapp, Signal und Co. Worum es bei der Debatte um eine mögliche Chatkontrolle geht

Ich habe einmal gelernt, dass das Briefgeheimnis eines der höchsten GĂŒter ist. Mein GefĂŒhl ist dass uns das ĂŒber die Zeit abhanden gekommen ist, weil elektronische Kommunikation plötzlich nicht mehr als Kommunikation gesehen wird. Es wĂ€re vollstĂ€ndig unvorstellbar, dass ein staatlicher KommisĂ€r im Postamt sitzt und alle Sendungen öffnet. In der elektronischen Welt können wir uns das aber vorstellen.

Die Problematik ist, dass diese Kommunikationssysteme auch nicht durch einen Richterlichen Beschluss geöffnet werden können. Darum ist die Umgehung und Lösung dafĂŒr in Österreich der “Staatstrojaner”. Also eine staatliche Malware die auf Clients eingeschleust wird mit soweit ich weiß richterlicher Kontrolle. Was im Grunde OK ist 
 aber 
.

Der Staat (bzw. der Hersteller der Trojaner) benötigt dafĂŒr Zero Day Exploits (also SicherheitslĂŒcken, die vom Hersteller nicht geschlossen wurden (weil er sie auch gar nicht kennt). Das Problem ist, dass diese SicherheitslĂŒcken nicht nur von staatlichen Stellen genutzt werden können, sondern auch von den bösen Buben (z.B. Crypto Trojaner). Wenn die IT eines Spitals verschlĂŒsselt wird (schon mehrfach passiert), dann kann das auch Menschenleben kosten. Ebenso bei anderen kritischen Infrastrukturen.

Es gibt also keine gute Lösung fĂŒr das Problem.

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Das Problem des BundesTrojaners wird hier dadurch umgangen dass man den Betreibern direkt selber die Scanpflicht auferlegt und somit die Behörden keinen direkten Zugang zum Chat und somit keine SicherheitslĂŒcken brauchen.

Juristisch kann das also kommen, technisch ist es sinnlos, da es genĂŒgend Möglichkeiten gibt es zu umgehen.

Meine Bilder werden auf ihre Inhalte gescannt? Dann verwende ich Steganographie und verstecke sie hinter anderen, harmlosen Bildern. Oder ich packe sie in Zip-Dateien mit Passwort.

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Oder ich nehme ein Service, das nicht gescannt wird.

Das ist eben dann nicht mehr möglich. Jedenfalls nicht fĂŒr allgemein zugĂ€ngliche Services. FĂŒr uns ist das unproblematisch, da wir keine Services fĂŒr anonyme Nutzende anbieten.

Ich meine, wenn ich eine terroristische oder anders böse Organisation koordinieren will, nehme ich mir bei Hetzner einen Server und setzte eine Instanz irgend eines Servers auf und koordiniere damit meine Kumpanen. End to End verschlĂŒsselt.

NatĂŒrlich, nur wĂ€re das wieder eine geschlossene Benutzergruppe. Gegen die ist sowieso kein Kraut gewachsen. Und die wĂ€ren von der Chatkontrolle auch gar nicht juristisch erfasst. Dort geht es rein um öffentliche Services, die fĂŒr die Allgemeinheit zugĂ€nglich sind.

Epsteins private Parties, so sie im digitalen Raum stattgefunden hÀtten, waren alle invite-only und wÀren daher nicht umfasst. Was schön die Sinnlosigkeit sichtbar macht.

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Das meinte ich ja. Also man ĂŒberwacht Otto Normalverbraucherin. Aber jene die sich verabreden wollen zu welchen Handlungen auch immer erwischt man nicht.

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Server, warum in Europa, gibt sicherlich auch OffShore Server.

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“BriefkĂ€sten“ funktionieren auch anders.
Mailpostfach bei einem OffShore Provider erstellen. Ein Postfach nehmen, in dem man auch Dinge abspeichern kann. Alle “Mitwirkenden“ erhalten die Zugangsdaten.
IMAP Verbindung ist sowieso verschlĂŒsselt eventuell mit VPN doppelt. Und das Postfach hat so gut wie keinen Mailverkehr, ist damit unauffĂ€llig.

AFAIK ist das schon ein “Alter Hut“ aber wirksam.

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