Ich kenne die Software nicht, ich weiĂ nicht was man festlegen kann . Es gibt auch Möglichkeiten, dass einfach Images getauscht werden. Möglicherweise ist da gar keine Unterbrechung spĂŒrbar. Wir reden hier von Dingen, die wir nicht wissen.
Aus deiner Formulierung âmĂŒssenâ schlieĂe ich aber, dass sie stehenbleiben âdĂŒrfenâ - ohne damit unbedingt gleich anderen einen gröĂeren Schaden zufĂŒgen zu mĂŒssen.
Sei es ein KlÀrwerk oder ein Herzschrittmacher.
Der temporĂ€re (und dann zumeist auch beaufsichtigte) Ausfall eines KlĂ€rwerkes fĂŒhrt ĂŒblicherweise nicht zur sofortigen GefĂ€hrdung von Personen.
Herschrittmacher werden - soweit mir bekannt - ĂŒblicherweise in dazu eingerichteten Abteilungen von KrankenhĂ€usern - unter Ă€rztlicher Kontrolle - programmiert bzw. ausgetauscht. Ein vielleicht gehackter oder gestörter OTA (fĂŒr âUpdatesâ auĂerhalb von KrankenhĂ€usern ) könnte dort vermutlich auch sofort zu Lebensgefahr fĂŒr betroffene Patienten fĂŒhren.
Dagegen ist das Patchen der Software in einem Auto meistens lÀcherlich
Wenn manche Patches so âlĂ€cherlichâ sind, dann gibt es aber auch keine Notwendigkeit, solche Upates âsofortâ (ĂŒber OTA auĂerhalb von WerkstĂ€tten, oder besser ĂŒber einen vom Hersteller veranlassten FahrzeugrĂŒckruf in die ServicewerkstĂ€tten) durchfĂŒhren zu lassen -
und man könnte sich dann auch die Kosten fĂŒr die Bereitstellung des OTA-Zuganges im Fahrzeug ersparen.
Da hast Du recht - vermutlich weiĂ keiner von uns, wie sich so ein OTA-Update in der Praxis âanfĂŒhltâ - und welche Probleme es dabei tatsĂ€chlich geben könnte.
Ich habe in meiner Fragenliste hier weiter oben ( Softwareupdate legt Jeeps bei laufender Fahrt lahm - #14 von Erich_Pekar ) nur deswegen so weit/detailliert ausgeholt, um Dir zu zeigen, dass es mir gar nicht um das Update selbst, sondern viel mehr um den Zeitpunkt des Updates und die Kommunikation ĂŒber den Status und Inhalt eines Updates ging.
Auch zweifle ich gar nicht an, dass jede meiner Fragen auch technisch lösbar ist.
Die Frage, ob diese Punkte bei konkreten Updates auch berĂŒcksichtigt werden , können wir mangels eigener Erfahrung halt derzeit hier nicht beantworten.
Dass diese Fragen aber z.B. fĂŒr die jederzeitige VerfĂŒgbarkleit solcher Fahrzeuge bei Einsatzorganisationen von Bedeutung sein könnten, wurde zudem schon in Softwareupdate legt Jeeps bei laufender Fahrt lahm - #20 von Friedrich_Stockhamme festgestellt.
Im Netz gibt es zu diesen Themen ja einiges zum Nachlesen. Z.B. bei Herstellern wie Bosch: Updates Over-the-Air.
Sicherheit gegen Angriffe Dritter ist sicher eine gute Sache und sollte ohnehin heute schon ĂŒberall selbstverstĂ€ndlich sein - aber :
Bei OTA-Updates - also Updates wĂ€hrend des âlaufenden Betriebesâ eines Fahrzeuges oder einer Maschine , auch wenn diese zum Zeitpunkt des Updates gerade nicht benutzt und daher vielleicht sogar âeigentlichâ (nach Meinung bzw. âGlaubenâ des Benutzers) alle Funktionen des Fahrzeues/der Maschinen abgeschaltet sein sollten, gehtâs auch um Sicherheit gegen âAngriffe Zweiterâ - also des Herstellers bzw. seiner Servicepartner selbst.
Denn ĂŒber solche OTA-Updates könnten ohne vorherige Freigabe durch Zulassungsbehörden und ohne vorherige Kenntnisnahme durch (und allenfalls vielleicht auch erforderliche Schulung der) Betreiber bzw. Benutzer solcher Fahrzeuge bzw. Maschinen auch (fahr- bzw , nutzungs-relevante) Eigenschaften solcher Fahrzeuge bzw. Maschinen geĂ€ndert werden, deren Unkenntnis unter UmstĂ€nden zu gefĂ€hrliche Situationen wĂ€hrend des Betriebes fĂŒhren könnte.
FĂŒr Fahrzeuge und GerĂ€te von Notfallorganisationen sollten unbeaufsichtigte OTA-Updates ĂŒberhaupt ausgeschlossen werden, da die jederzeitige (durch OTA-Updates keinesfalls verzögerte ) Einsatzbereitschaft aller GerĂ€te und Fahrzeuge dort jedenfalls gewĂ€hrleistet bleiben muss und ĂŒblicherweise alle technischen Einrichtungen und Hilfsmittel dort nach jedem Einsatz und nach jeder Reparatur/Ănderung (also auch nach Software-Updates ) auf ihre weitere Einsatztauglichkeit ĂŒberprĂŒft werden sollten.
Und dann stellt sich noch die grundsĂ€tzliche Frage, ob nicht die Möglichkeit eines OTA-Upates bei abgestellten (und damit âeigentlichâ abgeschalteten) Fahrzeugen und Maschinen - unabhĂ€ngig von den jetzt vorgesehenen MaĂnahmen zum Schutz dieser Kommunikation - selbst schon ein erhebliches Sicherheitsrisiko , z.B. fĂŒr spĂ€tere Cyberangriffe, wenn in Zukunft irgendwann die VerschlĂŒsselung âgeknacktâ oder umgangen werden wird, darstellen könnte.
Noch besser diese âheiklenâ GerĂ€tschaften benötigen gar keine Zeitnahen Software Updates!
Und wenn Updates, dann nur im Rahmen vom Service!