Herbert Paierl, Vorstandschef des Bundesverbandes Photovoltaik Austria, plädiert für eine eigentumsrechtliche Entflechtung von Netz und Produktion. Zurzeit würden Projekte unnötig verzögert
Immer mehr Betreiber und Projektentwickler werfen Netzbetreibern vor, den Ausbau erneuerbarer Energien auszubremsen. Lange Anschlusszeiten, technische Einspeisebeschränkungen und überlastete Netze sorgten dafür, dass zahlreiche Projekte verzögert anliefen. Damit werde letztlich auch die für Europas Sicherheit so wichtige Energiewende verlangsamt.
Diese Argumente sind aber nur wenig stichhaltig und “behindern” nur jene Betreiber und Projektentwickler, deren primäres Ziel nicht so sehr die Energiewende, sondern eher die Maximierung eines nahzu “arbeitslosen” Einkommens (bzw. Gewinns) aus der Erzielung von Verkaufserlösen aus der in ihren Solarvaoltaikanlagen produzierten elektrischen Energie ist.
Denn zur vollständigen Abdeckung des Bedarfes von Endverbrauchern - durch hinter dem Smart-Meter erzeugter und ebendort auch vollständig verbrauchter elektrischer Energie, ist die Einspeisung von elektrischer Energie in das öffentliche Versorgungsnetz gar nicht erforderlich und muss dieser Strom dafür gar nicht am Smartmeter (über den “normalerweis “ der Bezug von elektrischer Energie aus dem öffentlichen Netz erfasst wird ) registriert und in das öffentliche Versorgunsgsnetz eingespeist werden. Es braucht dann auch gar keine Einspeise-Genehmigung - oder spezielle Anschlusseinrichtungen - weil gar nichts in die öffentlichen Versorgungsnetze eingepeist wird, die Leitungen der öffentlichen Versorgungsnetze aber trotzdem entlastet werden, weil selbst bei “Normalbetrieb” von privaten Haushalten - bzw. Unternehmen - ihr Energiebezug aus dem öffentlichen Netz fast Null sein wird - sofern die eigene (privat betriebene ) Solarvoltaik- und Batterie-Anlage ausreichend groß bemessen wurde und der Verbrauch - bzw die Speicherung von elektrischer Energie geeignet gesteuert werden kann , um den dann noch benötigten Bezug von Energie aus dem öffentlichen Netz zu minimieren - bzw. im Idealfall die am Smart-Meter registrierte Leistung aller Verbraucher hinter dem Smart-Meter ständig bei Null Watt halten zu können.
Zusätzlich wird auf diese Weise die Energieversorgung dieser privaten Versorgungsinseln (der privaten Anlagen und Verbraucher hinter jedem Smartmeter mit eigenen Produktions- und Speicher- Möglichkeiten für elektrische Energie) weitestgehend “unempfindlich” gegen Störungen und Ausfälle der öffentlichen Energieversorgung.