Günstige Smartphones verschwinden vom Markt, Durchschnittspreis eines neuen Geräts steigt auf rund 500 Euro
Die weltweiten Smartphone-Verkäufe werden in diesem Jahr voraussichtlich um 16,7 Prozent einbrechen – Android-Geräte trifft es mit einem Minus von über 24 Prozent besonders hart.
Vor allem das Segment unter 100 Euro verschwindet quasi vom Markt, weil Hersteller es sich schlicht nicht mehr leisten können, solche Einstiegsmodelle anzubieten. Die Verbraucher beginnen laut Jeronimo nun, „die Rechnung für die KI zu bezahlen“. Der IDC-Experte rechnet damit, dass die Preise bis weit ins Jahr 2027 hinein klettern werden: „Die Ära des billigen Smartphones ist vorbei.“
Damit fallen aber die etwa 173 Millionen Smartphones in diesem GĂĽnstig-Segment, die im Vorjahr noch verkauft wurden, weg.
Für die Kunden bedeutet das auch langfristig: Sie müssen Geräte länger nutzen und für künftige Neuanschaffungen wesentlich mehr Budget einplanen.
Damit wird aber in Zukunft die Anzahl der Smartphone-Nutzer abnehmen , weil sich bei gleichzeitig sinkenden Einkommen und in Zukunft - auch KI-bedingt - zunehmender Arbeitslosiglkeit immer weniger Personen solch teure Geräte noch leisten werden können.
Diese Personen werden aber dann auch von der gesellschaftlichen Teilhabe weitestgehend ausgeschlossen sein, weil Smart-Phones heute buchstäblich der Zugangschlüssel zu fast allen Informationen ( von Fahrplänen über günstige Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Angebote bis zu aktuellen Informationen der Gemeinde - und darüber hinaus … ) sind.
Die „Digitale Kluft“ bzw. die zusätzliche Diskriminierung großer Teile der Bevölkerung ( in jene, die über ausreichende Einkommen bzw. nicht mehr ausreichende Einkommen zur Beschaffung dieser teuren Geräte verfügen) wird damit noch weiter vergrößert werden und zu noch mehr gesellschaftlichen Konflikten führen.
Dieser Teil der „Digitalen Kluft“ lässt sich dann genau so wenig durch Schulungsmaßnahmen schließen, wie der durch körperliche und/oder mentale Behinderungen verursachte Anteil dieser „Digitalen Kluft“.