Sprachen lernen ist nicht so unseres

Ich glaube wenn man mehr als eine Fremdsprache spricht, dass man es leichter hat, andere zu verstehen - und das meine ich jetzt nicht sprachlich.

Ich fände es gut, wenn wir das erlernen von Fremdsprachen fördern.

Ich bin ganz dafür. Sprachen zu lernen ist kinderleicht. Jedes Kind auf der Welt lernt seine jeweilige Sprache ganz leicht.

Bei mir ist der Durchbruch erst recht spät erfolgt. Geholfen hat mir dabei ein kleines Büchlein, über das ich zufällig in der Hamburger Öffentlichen Bücherhalle gestolptert bin und aus Neugierde einfach mal mitgenommen habe.

Richard Schulz: „Mein geliebtes Esparanto“

Der Autor beschriebt in diesem Büchlein nicht nur sehr fesselnd die Geschichte der Sprachen, der Kunstsprachen und die Entstehungsgeschichte von Esparanto, sondern er erklärt anhand Esparanto, wie Sprachen funktionieren. Da hat es bei mir Klick gemacht. Sprachen sind Muster. Muster sind Mathematik.

Ein kleiner aber sehr umfassender Sprachkurs zu Esparanto rundet diese Büchlein ab.

Ich kann es jedem wirklich sehr empfehlen.

Seidem hat der Spruch „das ist eine Utopie wie Esparanto“ für mich eine ganz andere Bedeutung, denn diese Utopie hat mir die Türen zum Sprachenlernen geöffnet.

Gerade Sprachen anderer Kulturkreise zu lernen - z.b. Khmer, Japanisch oder Hindi - kann ein tolles Fitnesstraining für die Denkmuskeln sein und öffnet Horizonte für andere Denkwelten.

Ich frage mich, ob die obige Grafik stimmen kann. Wenn in einem Land ca. 30% der Menschen einen Migrationshintergrund haben (1. oder 2. Generation), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nehmen ihrer Familiensprache schon mit Deutsch als zweiter Sprache aufwachsen und den anderen Kindern in der Schule gegenüber im Vorteil sind, wenn sie die für sie 3. oder 4. Sprache lernen. (Was auch wissenschaftlich in Österreich festgestellt wurde).

Insofern müßte der Anteil der Menschen, die mindestens zwei Sprachen können, höher sein.