Agenda Austria - Pensionen: Wie wäre es mit einer „Null-Lohnrunde“?
Ist das noch ernst zu nehmen?
Agenda Austria - Pensionen: Wie wäre es mit einer „Null-Lohnrunde“?
Ist das noch ernst zu nehmen?
Das ist problematisch, weil das Pensionssystem nach dem Versicherungsprinzip organisiert ist. Wer mehr einzahlt, sollte eine höhere Pension erhalten, wer weniger einzahlt eine niedrigere. (Agenda Austria).
Diese Aussage sollte nicht ganz stimmen. Es handelt sich auch um eine Solidarversicherung: diejenigen, die mehr verdienen, zahlen mehr ein, damit diejenigen, die wenig verdienen, ein wenig mehr bekommen können.
BTW: Agenda Austria Diagramme und Erläuterungen könnten manchmal etwas allgemeinverständlicher sein. Ich musste mir das dreimal durchlesen, um überhaupt eine Ahnung davon zu bekommen, was gemeint ist und wie argumentiert wurde.
Es kann übrigens volkswirtschaflich günstiger und solidarischer sein, statt mit der Giesskanne 2,7% Pensionserhöhung an alle ca. 2,5 Mio Pensionist:innen auszuschütten, jedem Pensionisten oder jeder Pensionistin pauschal ca. 46 Euro im Monat mehr auszuzahlen und die allgemeine Erhöhung nur um 1,35% zu machen.
Auch wäre es hilfreich und pragmatisch, die Ausgleichszulage für niedrige Pensionen gleich in eine Mindestpension umzuwandeln, die ein stigmafreies Leben jenseits der Armutsgefährdungsgrenze ermöglicht. Derzeit kann mit der Ausgleichszulange ca. 1300 Euro/Monat bekommen werden. Die aktuelle Armutsgefährungsgrenze liegt bei ca. 1700 Euro/Monat.
Da die Höchstbeitragsgrundlage in Östereich derzeit bei 6.450 Euro liegen soll (für jeden Euro, der mehr gezahlt wird, wird kein Beitrag mehr in den Pensionsversicherung eingezahlt), ergibst sich daraus ja auch eine faktisch Höchtpension von ca. 4.500 Euro/Monat.
Nur um mal die Spannweite der in der Grafik von Agenda Austria dagelegten Pensionshöhen von 1.300 bis 3.400 Euro/Monat einordnen zu könne.
Die durchschnittlich werden in Österreich ca. 1.686 Euro/Monat an Pension gezahlt, der Median liegt bei 1.533 Euro.