Weltgrößtes Elektroflugzeug absolvierte Jungfernflug

Der elf Tonnen schwere Demonstrator X1 von Heart Aerospace hob erstmals für 27 Minuten ab. Physikalische Grenzen bremsen die Technologie aber

https://www.derstandard.at/story/3000000335918/weltgroesstes-elektroflugzeug-absolvierte-jungfernflug

Am Flughafen von Plattsburgh im US-Bundesstaat New York ist am 12. August erstmals ein Elektroflugzeug in der Größe eines Regionalfliegers abgehoben: der Demonstrator „X1" von Heart Aerospace, nach Angaben des Herstellers die bisher größte je geflogene batteriebetriebene Maschine ihrer Art.

Die Propellermaschine hat eine Spannweite von 32 Metern, ist 23 Meter lang und wog beim Start 11,3 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 260 Kilometern pro Stunde. Der von einem Piloten gesteuerte Testflug dauerte 27 Minuten, die X1 erreichte dabei eine maximale Höhe von 335 Metern über Grund.

Die Elektroflug-Branche steht insgesamt allerdings unter Druck. Erst Ende Mai meldete der niederländische Hersteller Maeve Aerospace Insolvenz an. Wenige Tage zuvor trat auch der Gründer des Wasserstoff-Elektro-Herstellers ZeroAvia zurück, nachdem die Firma im Zuge einer Restrukturierung etwa die Hälfte seiner Stellen abgebaut und große Teile seiner US-Aktivitäten eingestellt hatte. Der israelische Hersteller Eviation wiederum, dessen Elektroflieger „Alice“ bislang als größtes Modell seiner Klasse galt, schrumpfte nach einem Streit zwischen Gründern und Investoren auf ein Viertel seiner Belegschaft und legte sein Projekt Anfang 2025 auf Eis.
Auch der deutsche Flugtaxi-Pionier Lilium, der über die Jahre rund 1,5 Milliarden Euro von Investoren eingesammelt, aber nie die Serienproduktion erreicht hatte, musste innerhalb weniger Monate zweimal Insolvenz anmelden.

Die batterieelektrische Fliegerei stößt schnell an physikalische Grenzen. Während Kerosin etwa 12.000 Wattstunden Energie pro Kilogramm speichert, sind es bei modernen Lithium-Ionen-Zellen nur etwa 300 Wattstunden. Zwar arbeitet ein Elektromotor deutlich effizienter als ein Verbrennungstriebwerk, das einen Großteil der Energie als Abwärme verliert – dieser Vorteil gleicht den Gewichtsnachteil der Batterien aber bei weitem nicht aus.

Als Alternative setzt die Luftfahrtbranche für Mittel- und Langstrecke stattdessen auf Sustainable Aviation Fuel (SAF), das weitgehend ohne Umbauten am Flugzeug eingesetzt werden kann. Dessen Verfügbarkeit ist mit rund 0,6 Prozent des weltweiten Treibstoffbedarfs 2025 aber weiterhin verschwindend gering.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sustainable_Aviation_Fuel :

Es gilt zu beachten, dass SAFs selbst bei einer CO2-neutralen Wertschöpfungskette (Produktion, Transport etc.) keine komplette Klimaneutralität ermöglichen, denn die beim Verbrennen des Treibstoffes entstehenden nicht-CO2-Emissionen werden durch den Einsatz von SAFs nur in gewissem Ausmaß verringert.

Um in der kommerziellen Luftfahrt eingesetzt werden zu können, müssen Treibstoffe spezifische Anforderungen erfüllen. Diese werden von der American Society for Testing and Materials (ASTM), festgelegt. Einige Bedingungen, wie etwa das Vorkommen von Aromaten im Treibstoff, können die meisten SAFs derzeit nicht erfüllen und müssen daher fossilem Kerosin zu einer je nach Verfahrensart unterschiedlichen Quote beigemischt werden.

Wenn Strom als Energieträger im Herstellungsprozess dient, werden die hergestellten SAFs auch als E-Fuels oder E-SAFs bezeichnet.[9] In einem ersten Schritt wird erneuerbare Energie genutzt, um mittels des Elektrolyseverfahrens Wasserstoff herzustellen. In einem zweiten Syntheseschritt wird z. B. mittels Fischer-Tropsch-Synthese unter Zufuhr von CO2 aus Industrieabgasen, Biogaserzeugung oder direkt aus der Atmosphäre über ein Synthesegas ein E-Fuel hergestellt. Dieses Verfahren nennt sich Power to Liquid.[10]

E-Fuels benötigen aber nicht nur große Mengen elektrischer Energie, sondern auch große Mengen möglichst reinen Wassers - ca. 10 - 20 Liter je Kilogramm Wasserstoff - primär abhängig vom Umfang der erforderlichen Aufbereitung des benötigten Wassers.
Um die erforderliche elektrische Energie bereitzustellen könnten zwar mehr Wind- bzw. Solarkraftwerke errichtet werden, für zu geringe Wassermengen abseits von Meeresküsten gibt es aber - abgesehen von hunderten Kilometern langen Pipelines für Meerwasser - keine Technologien, diese fehlenden Wassermengen zu ergänzen bzw zu produzieren.
Alle Wasserstoffprojekte (und damit auch E-Fuels ) sind jedenfalls auch von der Verfügbarkeit ausreichender Wassermengen abhängig, die aber durch die zunehmenden Auswirkungen der Klimakatastrophe selbst in ursprünglich wasserreichen Ländern (wie z.B. gerade auch in Österreich) nicht mehr in ausreichenden Mengen verfügbar sein werden bzw. schon jetzt in immer größeren regionalen Bereichen nicht mehr verfügbar sind.

Quintessenz - Fliegerei drastisch zu reduzieren. Klar, dass man sich damit kaum Freunde schafft. :grin:

Bei der Schifffahrt gäbe es bessere Alternativen. Spezielle Segel.

https://itcurated.de/branchen/hightech-segel-die-zukunft-der-co2-freien-schifffahrt/

https://www.yacht.de/yachten/werften/canopee-frachtschiff-mit-segeln-erreicht-knapp-15-knoten-und-spart-dabei/

Am besten Lockdown und alle bleiben daheim. Dann gibt es keine Probleme mehr mit Dreck durch Autos, Motorräder, Schiffen oder Flugzeugen.

Harari: Der ewige Kampf zwischen den Sesshaften und den Normaden.

Für die Binnenschifffahrt - z.B. auf Donau oder Rhein - wenn die irgendwann dafür wieder genug Wasser haben ?

Elektroantrieb?
Meiner Meinung der meiste Energiebedarf fällt bei den Hochseeschiffen an.
Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Fischfangflotten, …

Würden wir dafür den wahren Preis bezahlen müssen, Produktionen würden sich wieder in Europa lohnen, Menschen Urlaube eher in heimischen Landen (innerhalb Europas) machen, Fische aus Mittelmeer oder heimischen Gewässern …

https://filminstitut.at/filme/the-forgotten-space

https://theforgottenspace.net/static/homedt.html

Schiffsdiesel ist ein Abfallprodukt des Raffinerieprozesses. Du kannst das zähe, stinkende Zeug im Meer verklappen oder auf Schiffen als billigen Treibstoff verbrennen und somit noch zu Geld machen.

Oder einfach dort lassen wo es her kam!

Von einer Welt frei von Produkten, die etwas vom Erdöl enthalten, sind wir wohl weiter entfernt, als von einer Welt, die ohne Substanzen tierischen Ursprungs auskommt. Geht ja um mehr als nur Treibstoffe.

Wenn wir keine technischen Möglichkeiten für die Klima-/Umwelt- verträgliche Lösung unseres Bedarfs an Mobilität finden, wird das - „alle bleiben daheim“ - wohl die letzte Chance für unser Überleben werden, wenn wir die von manchen schon geplanten Besiedlungstechnologien für den Mars nicht schon bald auch auf unserem eigenen Planeten einsetzen müssen, um unter immer lebensfeindlicher werdenden klimatischen Bedingungen hier - auf unserem Planeten Erde - überhaupt noch überleben zu können.

Der Flugverkehr war immer eine Mobilitätsform für wenige Personen und kann auch weiterhin nur von wenigen Personen genutzt werden.
Wachstumsraten des Flugverkehrs oder der Passagierzahlen auf Flughäfen als positive oder wünschenswerte Entwicklung zu werten, ist nur Ausdruck des in anderem Zusammenhang so bekämpften „Silo-Denkens“, das Umstände jenseits der Wände des jeweiligem „Silos“ überhaupt nicht berücksichtigt und ist in Zusammenhang mit überlebensnotwendigem Klimaschutz sogar ein Zeichen von riesiger Dummheit.

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