Nun, was verstehen wir heute denn unter âKI-Systemenâ? In der âĂffentlichkeitâ und im Marketing steht das doch mittlerweile fĂŒr âwir von einem Computerâ gemacht. Was eigentlich korrekt ist, steht der Begriff âartificial intelligenceâ in seinem ursprĂŒnglichen Sinn ja fĂŒr âmaschinelle Datenverarbeitungâ.
Kann das Ergebnis eines Computers falsch sein? Aber sicher. Das ist nicht auszuschlieĂen. Es kann an der Hardware liefen, an der Software (und der Unvollkommenheit der Programmierer), an den verwendeten Daten.
In manchen Bereichen haben wir schon eine ziemlich gute VerlÀsslichkeit erreicht. Der Taschenrechner liefert bei den Grundrechenarten fast immer korrekte Ergebnisse.
Auch andere Einsatzgebiete sind mit der Zeit immer besser und besser geworden: OCR-Erkennung von Texten, Erkennung und Synthese von Sprache. Automatisch Erfassung und Analysen von Daten, Ablaufprogramme fĂŒr Interaktionen mit physischen Objekten (z.B. Steuerung von Maschinen), Verbesserung von Fotos.
In vielen Bereichen vollrichten Computer im Hintergrund fleissig und verlÀsslich Aufgaben, ohne dass wir uns dessen bewusst werden.
Ja, und es sind viele Aufgaben dabei, die auch auf die FĂ€higkeiten musterbasierter Systeme wie neuronale Netze zurĂŒckgreifen. Das ist erstmal kein Problem. Auch Human in the Loop. Das war vielleicht mal in den jetzt gut funktionierenden Bereichen notwendig gewesen, ist derzeit aber ĂŒberflĂŒssig, weil die Systeme erwiesener MaĂen gut laufen.
Es geht eher darum, die Bereiche und Prozesse zu identifizieren, die derzeit nicht nicht ausreichend gut laufen und deren Auswirkungen gravierend sein könnten.
Wenn wir mit einer Automatisierung und einer KI automatisch aus einer lĂ€ngeren EventankĂŒndigung eine Kurzfassung generieren, die wir anschlieĂend in einem Post veröffentlichen, sind die Fehler, die dabei passieren könnten, eher ungeeignete Formulierungen, und deren Auswirkungen eher peinlich, aber nicht weltbewegend.
Persönlich erlebe ich um im Umgang mit der KI eigentliche keine dramatischen FĂ€lle, die durch die KI kommen, sondern eher die klassische Situation, dass der Mensch mit dem bullshit den er ins System fĂŒttert oder dem bullshit, was er erwartet, den bullshit bekommt, den er verdient.