3% !!!
Frag mal im Süden … z.B. Bayern warum sie hochrangige Stromtrassen blockieren!
NÖ - vom Mostviertel geht übers Weinviertel eine Hauptader - 380kV - Masten mit 4 x 3 Doppelseilen bespannt, bis nach Bisamberg, von dort ein Ring bis Umspannwerk Wien Süd. Who cares?
Weil doch Hochspannungsmasten und Windräder die Gegend verschandeln.
Liftmasten aber z.B. sind sehr hübsch.
Mit Netzausbau allein wird dieses Problem “Produktion am ‘falschen’ Ort” - jedenfalls nicht in der Nähe der Verbrauchschwerpunkte - sicher nicht behoben werden können.
Für die Realisierung aller Projekte zur Dekarbonisierung unserer Energiesysteme dürfte zumindest die Verdoppelung der derzeitigen Produktionskapazitäten in Europa erforderlich sein - dies scheint bereits allgemeiner Konsens zu sein, obwohl der tatsächlich zu erwartende Bedarf zufolge aktueller Entwicklungen ( z.B. auch der raschen Zunahme der Anzahl großer Rechenzentren) noch deutlich höher liegen dürfte.
Dafür müsste aber die Transportkapazität der Verteilnetze - auch der Hochspannungsleitungen - entsprechend verstärkt ( zumindest verdoppelt) werden und die entsprechenden Hochspannungs-Trassen in ihrer Breite (und ihrem Flächenbedarf) daher verdoppelt werden und viele Trassen vermutlich auch erst neu errichtet werden. In dicht verbauten Bereichen könnte dies noch zu gröberen Problemen führen.
Entschärfen ließen sich diese Probleme, wenn geeignete Großspeicher für elektrische Energie regelmäßig bei jeder (volatilen) Produktionsanlage und hinter jeder Zählstelle (in jedem Privathaushalt, in jedem Unternehmen) abhängig von der jeweiligen Maximal-Leistung der Produktions- bzw. Verbrauchs-Anlagen verpflichtend errichtet werden müssten - und diese Speicher für das Management der Netzstabilität auch geeignet gesteuert werden könnten.
Das Abregeln von Energieerzeugern ist doch nichts Neues, was durch regenerative Energien entstanden ist. Das ist doch völlig normal. Wenn ein Gas/kohle/atomkraftwerk mehr Energie produziert, als von den Verbrauchern nachgefragt wird, wird es runtergeregelt. Wenn mehr gebraucht wird, werden diese hochgefahren. Wenn die Energieerzeugern am Limit sind, werden Verbraucher vom netzgenommen.
Die Aufregung über die Windkraft-Räder ist völlig fehl am Platz.
Was bei der Thematik vielleicht nicht bewusst ist: Kraftwerke und Windräder kann man tatsächlich regeln, bei Solaranlagen gilt das nur für ganz große Anlagen, aber kleinere private Anlagen speisen einfach ein. Und viele davon haben noch alte fixe Einspeisetarife, die nicht dem stündlichen Strompreis nachgeführt werden. Die bekommen zu Mittag, wenn der Strompreis eigentlich negativ ist, weiterhin ihren positiven Obulus. Und die Politik traut sich nicht eingreifen.
Also die meisten Energieservorger haben da schon eingegriffen. In Niederösterreich wird in machen Gebieten Einspeisung überhaupt nicht mehr erlaubt.
Die Errichtung einer PV + Akku kann aber nicht verboten werden. Nur ist eben Einspeisung ins Netz zu verhindern. Genau genommen würden viele PV Regler erlauben, dass die EVUs die Einspeisung dynamisch anpassen könnten.
Auch darf - wenn ich nicht ganz irre der Tausch in Energiegemeinschaften nicht unterbunden werden.
Und genau hier liegt der Erfolgsschlüssel für erfolgreiches lokales Energiemangement
in Haushalten/Unternehmen (zur Kappung von Einpeise- und Verbrauchsspítzen mit Nutzung eines lokalen Energiespeichers ) und
in lokalen Energiegemeinschaften (mit Teilnehmern im selben Netzsegment , hinter dem selben Trafo) um den Energiefluss von/in das übergeordnete Netzsegment im Idealfall konstant (bei vielleicht sogar sehr niedrigem Wert) halten zu können
und auch im zentralen Energiemanagement des jeweiligen Netzbetreibers.
Energiegemeinschaften könnten Netzstabilität nur dann ohne Belastung höherer Netzsegmente unterstützen, wenn alle Teilnehmer der Energiegemeinschaft im selben Netzsegement (hinter der selben Transformatorstation) an das öffentliche Energieversogungsnetz angeschlossen sind und im Idealfall gemeinsam über genug Produktionsleistung verfügen, um jederzeit den gesamten Energiebedarf aller Teilnehmer der Energiegemeinschaft decken zu können.
Energiegemeinschaften, die sich über mehere unterschiedliche Netzsegmente erstrecken, können durch ein allfällig eigenes Energiemanagement die Netzstabilität des öffentlichen Netzes nur unzureichend stützen.
Für lokales Energiemanagement durch Energiegemeinschaften aber auch zur effektiven Nutzung (Minuten-) variabler Tarife in Haushalten wäre jedenfalls zumindest minutenaktuelle Informationen (und Prognosen) über die Höhe erforderlicher Einspeisung bzw. Abnahme von Energie in/aus dem jeweiligen Netzsegment (des Wirkungsbereiches jeder Energiegemeinschaft, bzw. der Anschlusstelle von Privathaushalten) notwendig.
Angeblich gab es (gibt es ?) genau an dieser Informationsschnittstelle Probleme, weil solche informationen zum aktuellen (z.B. Minuten-genauen) Netzzustand von den Netzbetreibern - angeblich aus Sicherheitsbedenken, weil mit solchen Informationen sonst die Netzstabilität auch gezielt angegriffen werden könnte - nicht zur Verfügung gestellt werden.
Wenn das noch zutreffen sollte, so werden wir uns noch sehr lange um die Netzstabilität Sorgen machen müssen und werden wir die Energienetze noch stärker ausbauen müssen, als dies bei aktiver Unterstützung des zentralen Energiemanagements durch lokales Energiemanagement innerhalb jedes Netzsegementes notwendig wäre.
Dass Energiegemeinschaften im Krisenfall - z.B. nach Ausfall des öffentlichen Energieversorgungsnetzes - die Energieversorgung ihrer Mitglieder auch nicht aufrecht erhalten können, weil sie für eine vielleicht sonst möglichen Energieaustausch unter ihren Mitgliedern auf ein störungsfrei betriebenes öffentliches Energieversorgunsnetz angewiesen sind, ist möglicherweise nicht allgemein bekannt .
Lieber Erich,
genau so ist eine Energiegemeinschaft im EEG definiert. Sie müssen im Grunde hinter dem gleichen Umspannwerk sitzen.
Es ist vorgeschrieben, dass alle Teilnehmenden auch über einen Smartmeter verfügen müssen und eine Datenschnittstelle zur Verfügung stellen.
Zusätzlich kommt dann optional noch Smart Home ins Spiel, denn wenn man auch die Abnehmer mitsteuern kann, dann wird das Netz wirklich Smart.
D.h. Sommer + Sonne zu Mittag = der bereits gefüllte Geschirrspüler und die Waschmaschine werden eingeschaltet, das Auto wird geladen, … weil man gerade Abnehmer brauchen könnte …
Im Gegensatz: Wenn zu wenig Strom da ist, werden Abnehmer abgeschaltet, die nicht unbedngt versorgt werden müssen.
LG Werner
Umspannwerk, meist 110kV // 20kV, ist nicht gleich bedeutend mit lokalen 20kV // 230/400V Trafostationen.
Jene schießen hier grad wie die Schwammerln aus dem Boden.
….
Vorausgesetzt das E-Auto kann und der Besitzer will das, Akkus der E-Autos können auch das Netz puffern, d.h. in Netz zurück liefern. Gewissen Akku Typen schadet das nicht.
