Erneut sorgen Robotaxis für Negativschlagzeilen. Unwetter in den USA sorgten für mehrere Pannen
Erst vor wenigen Wochen musste das Unternehmen 3800 seiner Fahrzeuge zurückrufen. Schuld waren überflutete Straßen, auf denen die Robotaxis offenbar zu flott unterwegs waren und somit die Fahrgäste gefährdeten.
es habe ein Update an seine Flotte aufgespielt, das „Einschränkungen zu Zeiten und an Orten vorsieht, an denen ein erhöhtes Risiko besteht, auf eine überschwemmte Schnellstraße zu treffen“. Dieses scheint allerdings noch nicht verlässlich zu funktionieren, da überraschende Wetterumschwünge offenbar für dieses Frühwarnsystem zu kurzfristig auftauchen können.
Vollautonom fahrende Fahrzeuge sind also - wenn nicht auch noch andere Probleme auftreten würden - doch nur zur Benützung während unterbrechungsloser Schönwetterlagen zu gebrauchen.
Ähnliche Erfahrungen mussten ja offenbar auch schon in Österreich Fahrer von Fahrzeugen mit teilautonom arbeitenden Fahrassistenten machen, die auch bei uns im Fall von Schlechtwetter (schweren Regenfällen/Schneefällen) nicht mehr verwendet werden konnten - wenn ich die Berichte dieser Fahrer richtig interpretiert haben sollte.
Im Vorjahr sorgten etwa Waymo-Robotaxis für Schlagzeilen, die illegal an haltenden Schulbussen vorbeifuhren. Das schnell vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Software-Update änderte an diesem Verhalten der Autos wenig,
Eine weitere Ermittlungsreihe von NHTSA und NTSB, die noch immer aktiv ist, betrifft einen Vorfall vom 23. Jänner. Damals fuhr ein Waymo-Robotaxi in Santa Monica, Kalifornien, ein Kind an. Waymo gab an, dass das Robotaxi auf etwa sechs Meilen pro Stunde (rund 10 km/h) abgebremst habe, bevor es das Kind erfasste, und dass das Mädchen leichte Verletzungen erlitt. Ähnliche Probleme kennt man von anderen Herstellern, die mit autonomen Fahrzeugen herumexperimentieren.
Also alles Probleme, die wir hier schon vor Jahren versuchten, zu diskutieren, die von Technik-Begeisterten aber immer als „übertrieben“ bzw. nur von „Fortschrittsverweigerern so gesehen“ abgetan wurden.
Ich bleibe auch weiter bei meiner Behauptung, dass vollautonom fahrende Fahrzeuge im Mischverkehr (außerhalb geschützer, von sonstigen Verkehrsteilnehmern abgetrennter Bereiche ) vermutlich nie möglich sein wird.
Nicht ohne Grund waren in den ersten Visionen von vollautonomem Verkehr - zumindest jenen, an die ich mich erinnern kann - immer kooperativ agierende Umgebungen - Verkehrszeichen, Bodenmarkierungen, andere (nicht vollautonom gesteuerte) Fahrzeuge, Radfahrer , Fußgänger - bis hinunter zum Kleinkind am Straßenrand und vielleicht gar auch bis zu freilaufenden Haustieren am Straßenrand zu sehen, die in diesen Visionen stets irgendeine Form von Funk-Respondern im Fahrzeug /am Körper mitführen sollten, um vollauatonom fahrenden Fahrzeugen Informationen liefern und sich selbst vor Kollisionen mit vollautonom fahrenden Faharzeugen schutzen zu können, und war gleichzeitig eine ITK-Infrastrukur buchstäblich am Straßenrand ( „edge computing“) vorgesehen, um volllautonom fahrende Fahrzeuge bereits mit verdichteten/vorverarbeiteten Informationen all dieser Funk-Responder versorgen zu können.
Dass derartige Visionen von kooperativen Umgebungen im Straßenverkehr noch unrealistischer, als unter bestimmten Umweltbedingungen in geschützten Bereichen tatsächlich vollautonim fahrende Fahrzeuge, sein dürften, hat sich möglicherweise bereits herumgesprochen.
Dass einzelne, heute bereits - allerdings nicht autonom - auf unseren Straßen fahrende, Fahrzeuge über derartige kooperative Fähigkeiten ( IEEE 802.11p / pWLAN / ITS-G5 (Car2Car) - die Aussendung von Daten über die eigene Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit ,Fahrzeuglänge usw . verfügen, ändert an der grundsätzlichen Problematik, dass alle fahrenden / gehenden und stehenden Objekte im Straßenverkehr über solche kooperative Fähigkeiten verfügen müssten - daher an der grundsätzlichen Problematik, der fehlenden (vor allem technischen) Kooperation im Straßenverkehr, gar nichts.