Umstieg von Gas weg auf PV, Akku, WP

EVN betreibt eigene Kraftwerke, sind meist Wasserkraftwerke, aber auch Windräder, Kalorische Kraftwerke, etwas Photovoltaik …

Eigentlich egal, der Strom aus der Steckdose trägt kein Mascherl woher er kommt.

War mal durch die Elektro Innung NÖ eingeladen zu einer Diskussion bei APG Wien Süd, da bekommt man eine andere Sichtweise auf die Dinge!

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https://de.wikipedia.org/wiki/Verbund_AG

Verbund betreibt zurzeit zwei mit Erdgas befeuerte Wärmekraftwerke am Standort Mellach: Das Fernheizkraftwerk Mellach sowie das Gas- und Dampfkraftwerk ellach, die vorwiegend zur Netzstützung im Einsatz sind.

Falls das noch aktuell sein sollte.

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Ja, der Strom hat kein Mascherl, aber das Geld das bezahlt wird.

Erich,
Mellach ist noch offiziell angeführt

Mellach ist ein Wärmekraftwerk. Ja, produziert als “Abfall” auch Strom.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gas-\_und_Dampfkraftwerk_Mellach :

Das Gas- und Dampfkraftwerk Mellach ist das leistungsfähigste Kraftwerk Österreichs. Der Besitzer und Betreiber des Kraftwerkes ist die österreichische Verbund AG. Die elektrische Gesamtleistung beträgt 838 MW bei einem Wirkungsgrad von 59,2 %.

Es ist damit auch fast 5 x leistungsfähiger, als das Donaukraftwerk Wien-Freudenau (mit 172 MW), das ich wegen seiner jährlichen Produktionskapazität von 1 TWh gerne zur Veranschaulichung des erforderlichen Aufwandes zur Produktion großer Energiemengen heranziehe.

Mit den uns derzeit zur Verfügung stehenden Technologien für die Produktion und die Speicherung elektrischer Energie werden wir noch sehr lange fossil befeuerte thermische Kraftwerke zur Erzeugung elektrischer Energie benötigen, da Wetter-bedingte Ausfälle alternativer Produktionsanlagen ( inbesonders Solarvoltaik und Windkraft) wegen ihres immer größer werdenden Anteils an der Gesamtenergieversorgung zu sonst in Zukunft immer schwerwiegender werdenden Netzausfällen führen werden.

Die aktuellen Technologien – sowohl zentrale als auch dezentrale –

  • zur CO₂-freien Stromerzeugung und

  • zur kurz- und mittelfristigen Speicherung elektrischer Energie (zur Überbrückung und zum Ausgleich von Produktionsschwankungen)

erscheinen dir also derzeit in Österreich noch nicht ausreichend – sei es in Bezug auf

  • die Verfügbarkeit (kann man sie in ausreichender Zahl beschaffen?),

  • den technologischen Reifegrad (Zuverlässigkeit, Stabilität),

  • den Wirkungsgrad (Effizienz),

  • das verfügbare Know-how für Installation und Betrieb oder

  • die Wirtschaftlichkeit (Kosten, Amortisationszeit)?

Angenommen, das trifft zu – was müsste sich deiner Meinung nach ändern, damit diese Technologien schneller und breiter nutzbar werden?

Welche konkreten Schritte wären notwendig?

  • Was könnten Politik, Wirtschaft oder Forschung beitragen?

  • Was könnten wir als Verein anstoßen oder unterstützen?

  • Und was kann jede und jeder Einzelne von uns tun?

Ja , das sehe ich so :

  • der Verfügbarkeit (kann man in ausreichender Anzahl kaufen) in Österreich,

Wenn mann jetzt etwas in “ausreichender Anzahl” kaufen kann, bedeutet das nicht, dass das auch in Zukunft so bleiben wird - wenn dann vielleicht nicht mehr zu kaufenden Ressouren (Fotovoltaik-Module, Lithium, …. ) vielleicht als politische/wirtschaftliche Waffe eingesetzt werden könnten.
Wenn etwas zu kaufen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dies ( z.B. Heizenergie für Wohnungen) sich auch alle leisten können, die das benötigen.
Und sogar in der Einschätzung der “ausreichenden Anzahl” könnte es schon gravierende Abweichungen geben, wenn z.B. eine Verfünfachung des Bedarfs an elektrischer Energie der zukünftigen Realität deutlich näher liegen könnte, als die derzeit offiziell viel niedrigeren Abschätzungen.

  • des technologischen Reifegrades der Technologien (Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit),

Verfügbarkeit Wasserstoff:
Den werden wir in Österreich in den bereits jetzt erkennbar benötigten Mengen nie selbst produzieren können - er wird daher in Zukunft ähnlichen politischen und wirtschaftlichen Verfügbarkeitsbeschränkungen (und Preisen) unterliegen, wie heute Erdgas oder Erdöl.
Verfügbarkeit Lithium :
Es gibt bereits mehrfach Berichte/Studien, dass die verfügbaren/bekannten Lithiumvorräte den weltweit schon bald zu erwartenden wesentlich höheren Lithiumbedarf nicht mehr decken könnten.

LED- Beleuchtung, Fotovoltaik-Module, Wechselrichter und auch ”große” Batterien ( bis ca 10 kWh ) sind mittlerweile in so gut wie allen Baumärkten erhältlich - und erst dadurch “wirklich” in der Gesellschaft angekommen bzw “verfügbar”.
Es führen viele Händler SMARTE-Geräte und entsprechende Steuergerät; dass solche “smarten” Geräte und deren Steuerungen aber unabdingbar für die Reduktion des Energieverbrauches in jeder Wohnung und für das lokale Lastmagement aller elekrischen Verbraucher - auch in Zusammenarbeit mit einer Energiegemeinschaft - sein könnten, scheint sich aber noch nicht “herumgesprochen” zu haben.

Nehmen wir mal an, das wäre so? Wie könnte man das Deiner Ansicht nach ändern und die Situation verbessern, damit das asap gegeben wäre?

Wenn pysikalisch/chemisches Grundwissen stärker in die Allgemeinbildung und die öffentliche Diskussion - auch hier in unsere Diskussions-Beiträge - einfließen würde,
weil z.B. Wasserstoff nur einen sehr geringen “volumetrischen” Energiegehalt von 1,855 kWh/l (und auch das erst bei 700 bar Gasdruck) hat , und es daher nicht genügt, in vorhandene leere Erdgas-Lagerstätten Wasserstoff einzulagern, um die gleiche Energiemenge, wie mit Erdgas, dort zu speichern.

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Was müsste sich deiner Meinung nach ändern, damit die notwendigen Technologien

  • schneller,
  • Langfristig
  • leistbar
  • und breiter nutzbar werden?

Welche konkreten Schritte wären notwendig?

  • Was könnten Politik, Wirtschaft oder Forschung beitragen?
  • Was könnten wir als Verein anstoßen oder unterstützen?
  • Und was kann jede und jeder Einzelne von uns tun?

BTW: In meiner Heimatstadt Hamburg hat es letzten Sonntag einen Volksentscheid gegeben. Damit würde für die gesamte Stadt als Ziel festgelegt, dass bis 2040 der CO2-Ausstoß um 98% zu reduzieren.

Damit ist der CO2-Ausstoss von 21.200 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 1990 auf maximal 424 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2040 zu reduzieren.

Das Ziel is klar. Jetzt krempeln alle gemeinsam die Ärmel hoch, um dieses Ziel auch zu erreichen.

Infos: Volksentscheid „Hamburger Zukunftsentscheid“ 2025 – Wikipedia
Der Gesetzestext: https://zukunftsentscheid-hamburg.de/forderungen/gesetz-lesefassung

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Die Frage bleibt damit aber weiter unbeantwortet, wie dieses Ziel zu erreichen ist und ob nicht nach den nächsten Wahlen von “politisch oberster Stelle” - der dann demokratisch gewählten Mehrheit - andere (viel niedrigere) Ziele festgelegt werden würden.
Das wäre vermutlich auch in Deutschland dann nicht die erste Abstimmung , die durch politische Nachfolger missachtet - bzw. aufgehoben - werden würde.
Denn maximal 424 Millionen Tonnen CO2 -Ausstoß ab dem Jahr 2040 sind - vermutlich ( ich weiß es aber wirklich nicht ) - weder mit der “Technologie-offenen” Weiterentwicklung des Verbrennunsgsmotors und dem Einsatz von e-Fuels, noch mit verstärkt in Biogas-Anlagen oder in Heizöfen zur Anwendung kommenden biogenen Energieträgern ( z.B. Holz , landwirtschaftliche Abfallstoffe) zu erreichen.

Diese Befürchtung , dass dieses Ziel recht bald den aktuellen “politischen Bedürfnissen” (und Möglichkeiten) “angepasst” werden könnte, resultiert aus dem Umstand, dass immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse als “ideologisch gefärbt” - und immer öfter auch schon als “System-gefährdend” - eingestuft werden - und es immer mehr Staaten - nicht nur im vormaligen “Ostblock” - gibt, in denen solche Wissenschaftler, die solchen “Irrglauben” - wie z.B. den von der menschengemachten Klimakatstrophe - verbreiten, wie politisch Oppositionelle bzw. “Dissidenten” behandelt werden.

Mittlerweile soll es sogar in Österreich - zufolge einer gerade gelesenen Schlagzeile - schon Wissenschaftler geben, die angeblich behaupten , dass mehr Straßen zu einer Verkehrsentlastung - also zu weniger Verkehr - führen würden.
Auch solche Aussagen sind (zur Absicherung der zukünftigen eigenen wissenschaflichen Karriere ?) in Österreich offenbar schon erforderlich.
Meine - zugegeben etwas polemische - Folgerung aus dieser Schlagzeile:
Wenn wir (in Österreich) genug Straßen bauen würden, könnten wir uns der angestrebte Reduktion des CO2-Ausstoßes aus dem Verkehr wenigstens etwas annähern.

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Was müsste sich deiner Meinung nach ändern?

Das ist der einzige Weg Ziele zu erreichen. Ziel setzen, überlegen wie man es erreichen kann und daran arbeiten. Lösungen suchen - nicht Gründe (dass es nicht geht).
Ähnlich wie der Flug auf den Mond damals.

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Es geht: …meanwhile in basically all other parts of the world… „Geisterfahrer“, „Sonderweg“ usw. wird der Energiewende in Deutschland von Ihren Kritikern immer gerne vorgeworfen. Aber während bei uns in… | Ulrich Blessing | 54 Kommentare

Ich will gar nicht theoretisieren, sondern einfach erzählen, was wir selbst konkret getan haben – ganz normale Dinge, die jede*r machen kann, wenn man will.

  1. Schluss mit Gas in der Küche.
    Unser alter Gasherd war über 20 Jahre im Dienst – zuverlässig, aber eben Gas. Also kam er in Pension. Jetzt steht ein Induktionsherd da. Der Strom kommt aus Ökostrom, die Kochzeiten sind kürzer, und die Luft in der Küche ist spürbar besser.
  2. Wärme, wo sie hingehört.
    Als wir das Bad und WC renovierten, kam eine einfache Elektromatte unter die Fliesen. Kein Luxus – einfach praktisch. Immer warme Füße, kein Energieverlust über das ganze Haus verteilt.
  3. Heizen und Kühlen in einem.
    Die alte Gasheizung läuft auf Reserve. Nächstes Jahr tauschen wir sie gegen eine Geothermie-Wärmepumpe aus. Die kann nicht nur heizen, sondern im Sommer auch über die Heizkörper leicht kühlen. Ein Wärmespeicher sorgt für Effizienz. Eine Investition, ja – aber eine, die sich lohnt, weil sie Unabhängigkeit bringt.
  4. Das Dach als Kraftwerk.
    Wenn in ein paar Jahren das Dach ohnehin neu gedeckt wird, kommen PV-Module und Solarthermie dazu. Dann erzeugen wir unseren Strom und Warmwasser direkt selbst – und können speichern, was wir nicht sofort brauchen.
  5. Mobilität ohne eigenes Auto.
    Ein eigenes Auto habe ich schon lange nicht mehr. In Wien reicht das Klimaticket, in Hamburg ist die Auswahl riesig: U- und S-Bahn, E-Busse, Fähren, E-Bikes, Scooter, Carsharing. Ich komme überall hin – günstiger, stressfreier und ganz ohne Parkplatzsuche.
  6. Sauberer geht es immer
    Letzte Woche ist eine neue Geschirrspülmaschine fällig geworden. Die neue arbeitet nun viel energieeffizienter und leiser.

Es ist also gar nicht so kompliziert, wie es oft klingt. Die meisten Investitionen hätten wir ohnehin früher oder später machen müssen – nur eben jetzt mit einem sinnvolleren Ziel. Die Mehrkosten halten sich in Grenzen, und ein Teil davon rechnet sich sogar über die Zeit von selbst.

Unterm Strich ist es kein Opfer, sondern eine Entscheidung für Unabhängigkeit, Komfort und Zukunftssicherheit. Und genau das lohnt sich – finanziell, praktisch und fürs gute Gefühl, selbst etwas bewegt zu haben.

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  1. Schluss mit Gas in der Küche.

Jetzt steht ein Induktionsherd da. Der Strom kommt aus Ökostrom,

Ein Induktionsherd verbraucht zwar weniger Strom, als ein normaler E-Herd , er führt aber in einem Haushalt, wo bisher mit Gas statt mit Strom gekocht und auch geheizt wurde in jedem Fall zu zusätzlichem Stromverbrauch , der nicht durch geändertes Energieverbrauchsverhalten ( z.B. häufigeres /längeres Kochen/Backen, höhere gewünschte Raumtemperaturen) oder durch eine höhere Anzahl von zu versorgenden Haushalten, ausgelöst wurde.
Dieser zusätzliche Bedarf (insbesonders auch sein zu einem beliebigen Zeitpunkt möglicher Maximalwert) muß dazu in möglichst geringer geografischen Entfernung zum jeweiligen Verbrauchsort zu jeden Zeitpunkt und genau (nicht nur im Durchschnitt !) entsprechend der Höhe der zu jedem Zeitpunkt zu deckenden Verbrauchsleistung auch produziert und verteilt werden können.
Für Gas existieren in Österreich Saisonalspeicher in audgebeuteten ehemaligen Gas. bzw. Öl - Lagerstätten in der Größenordnung von ca. 90 TWh.
Diese Speicher waren am 5. Oktober 2025 bereits zu 85 % (mit 86 TWh) befüllt (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1305306/umfrage/fuellstand-der-erdgasspeicher-in-oesterreich-auf-tagesbasis/).
Für elektrische Eenergie gibt es solche Saisonalspeicher noch gar nicht - auch ist noch unklar in welcher Technologie ( z.B. Batterien oder Wasserstoffspeicher) solche Saisonalspeicher realisiert werden könnten.
Die Speicherkapazität unserer Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke wird dafür vermutlich nicht ausreichen, da diese schon derzeit zur Stabilisierung des nationalen Netzes und des europäischen Verbundnetzes benötigt werden.

”Nur Ökostrom” aus dem öffentlichen Energieversorgungsnetz beziehen zu wollen, ist technisch derzeit gar nicht möglich und würde z.B. bedeuten, dass im Falle von Netzinstabilitäten, wenn auch fossil befeuerte Gaskraftwerke zur Netz-Stabilisierung in Betrieb genommen werden müssten, solche Verbraucher (die auf 100% Ökostrom bestehen) abgeschaltet werden müssten.

Die Elektroleitungen zu den Wohnungen wurden im Altbestand bisher gar nicht für vollelektrifizierte Wohnungen dimensioniert und müssen dafür im Regelfall neu dimensioniert werden und daher alle Steigleitungen vom Hausanschlusskasten bis zu den Wohnungssicherungen und zumeist auch die Sicherungseinrichtungen in jeder Wohnung samt stärkeren Leitungen zu den Standorten von Elektroherden/Elektroheizungen/Wärmepumpen erst neu errichtet werden.
Diese Arbeiten liegen zudem außerhalb der Zuständigkeit von - und zumeist auch Außerhalb der Finanzierbarkeit durch - Mieter.
In meinem Mehrparteienhaus (Baujahr 1884 !) wurden diese Arbeiten erst vor kurzer Zeit durchgeführt - es grenzt fast an ein Wunder, das das Haus nach diesen Arbeiten noch immer steht.

2.Wärme, wo sie hingehört.

Die Idee mit den Heizmatten unter den Kacheln ist tatsächlich gut.
Meine Kacheln wurden aber bereits vor fast 40 Jahren verlegt. Damals hatte offenbar noch niemand (und auch ich nicht) solche Ideen.
Auch bei erst vor kuzem verlegten Kacheln in einem unbeheizten - und daher im Winter tatsächlich kalten - WC wurden mir von Fachleuten keine ähnlichen Vorschläge gemacht.
Im Altbau wird es damit möglicherweise Probleme geben, weil die Verputzschichten unterhalb der Heizmatte und auch die Kacheln selbst für die Temperaturschwankungen im Kleberbett der Kacheln geeignet sein müssen, ein eigener Elektroanschluß errichtet werden muss, Elektriker aber weder Wände verputzen noch Kacheln verlegen, beim unsachgemäßen Verlegen der Kacheln aber die eingeputzte Heizmatte beschädigt werden könnte.
All das stellt vermutlich nur für ”Häuselbauer in Eigenregie” kein Problem dar.

3.Heizen und Kühlen in einem.

Gut, aber teuer und nicht immer anwendbar - wenn z.B. im Altbestand kein Platz für die erforderlichen Tiefenbohrungen oder das Aufstellen des Bohrgerätes an den für Bohrungen vorgesehenen Orten vorhanden ist.
Auch fehlen im Altbestand häufig mögliche Trassen innerhalb der Gebäude, um die Wärmeleitungen zu den Wohnungen führen zu können. Trassen könnten - wenn überhaupt - in unserem Haus nur mehr oberputz geführt werden. In unserem Altbau mussten sogar schon die neuen Steigleitungen für elektrische Energie aus baustatischen Gründen teilweise oberputz geführt werden.
Allein in Wien gibt’s aber noch 400.000 Haushalte mit Gasheizungen - viele davon in öhnlich alten Gebäuden und mit ähnlichen Problemen , wie in unserem Haus.
Und auch Wärmepumpen benötigen elektrische Energie.
Jahresarbeitszahlen von 4 kennzeichnen bereits sehr gut arbeitende Wärmepumpen.
Bei 8 kW (hier willkürlich angenommener) durchschnittlicher Heizleistung würde so eine Wärmepumpe dann immer noch 2 kW elektrischer Leistung benötigen und bei Unterdimensionierung noch wesentlich kleinere Jahresarbeitszahlen erreichen - bei Jahresarbeitszahl 1 dann nur mehr wie eine normale Elektroheizung arbeiten.
Allein für die 400.000 Wiener Wohnungen, die derzeit noch mit Gas heizen, ergäbe das gemäß meinen Milchmädchenrechnungen eine zusätzlichen Leistungsbedarf von (zumindest) 800 MW - oder die benötigte Produktionskapazität von 5 weiteren Donaukraftwerken der Größenordnung von Wien-Freudenau.

4. Das Dach als Kraftwerk.
…Dann erzeugen wir unseren Strom und Warmwasser direkt selbst

Das ist aber auch nur bei Einfamilienhäusern möglich.
Im Altbestand und im verdichtetem Wohnbau - mit ausgebauten Dachgeschoßen bzw. mit Gemeinschaftsanlagen am Dach - ist dafür zumeist weder Platz für die technischen Einrichtungen (Wechselrichter,Batterien, … ) noch stehen für die einfache Verlegung von Solarvoltaik-Modulen ausreichend große Dachflächen ohne Abschattungen oder Verschneidungen( z.B. durch die Dachgauben von Dachfenstern) zur Verfügung.
Mieter sind allein durch die ohnehin oft schon hohe Mieten stark belastet, Kosten für die Errichtung und den Betrieb von Solarvoltaikanlagen dann auch noch mitübernehmen zu müssen, wird ihre finanzielle Belastbarkeit rasch übersteigen - zudem sind nennenswerte Einkünfte aus dem Verkauf des Solarstroms nicht zu erwarten.

5. Mobilität ohne eigenes Auto.
Ein eigenes Auto habe ich schon lange nicht mehr.

Ich bin erst in höherem Alter zum Autofahrer geworden - und habe bis dahin ausnahmslos alle meine Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.
Auf ein Auto vollständig zu verzichten, ist nur dann möglich, wenn man nie etwas zu transportieren hat und nur Ziele in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln hat.
Und wir hätten gar kein Problem mit dem weiter steigenden CO2-Austausch aus dem Verkehr, wenn sich alle nur so wie Du oder ich ( vor einigen Jahren noch) bewegen würden.
Tatsächlich ist der Verkehr aber jener Energie-Bedarfsträger in Österreich, dessen CO2-Austoß immer noch ansteigt - und der vermutlich auch in Zukunft weiter ansteigen wird.

6.Sauberer geht es immer
Letzte Woche ist eine neue Geschirrspülmaschine fällig geworden.

Die wurde bei mir - wie auch meine Waschmaschine- schon vor einigen Jahren ausgetauscht. Bei mir sollte nun mein Eiskasten dran kommen, finde aber kein passendes Einbaugerät.

Und nicht zu vergessen : Alle meine undichten - alten (aus 1884 stammenden ) aber schönen ( teilweise mit Messingbeschlägen ausgestatteten ) alten Wiener Kastenfenster habe ich mit “weinendem Auge” schon vor einigen Jahren gegen moderne Kipp-/Schwenk-Fenster mit 3-Scheiben Isolierglas tauschen lassen. Seither kann ich fallweise an der Außenseite der Fenster Kondenswasserbildung beobachten.

Und genau das lohnt sich – finanziell, praktisch und fürs gute Gefühl, selbst etwas bewegt zu haben.

Da stimme ich Dir voll zu.
Das Problem sind aber jene Eigentümer bzw. Mieter von Wohnungen, die diese Meinung nicht teilen bzw. selbst die geringsten finanziellen Mehrbelastungen nicht tragen können oder tragen wollen.

Erich,
meinen Umstieg habe ich anfangs schon beschrieben

Nach einem Jahr durchaus positive Energiebilanz.
Der alte Kombiherd Gas-Kochfeld, Elektro-Backrohr wurde gegen ein Standard Miele-Kombi Gerät getauscht, keine Induktionsfelder. Trotzdem verblüffend wie schnell die Glühspiralen des Ceranfelds Kochtöpfe erhitzen, nicht viel langsamer als vorher Gas.

Der Gasverbrauch schwankte vorher zwischen 23.000 kWh und 32.000 kWh pro Jahr
Der Stromverbrauch zwischen 1.800 kWh und 2.500 kWh pro Jahr

Diese Werte sind von Beginn Okt. 24 bis Ende Sept. 25 ->>

Mit Umstellung auf WP, PV, Akku bezog ich von EVN etwa 4.300 kWh
Verbrauch laut Fronius etwa 9.400 kWh
PV erzeugte etwa 10.200 kWh
Die Daikin WP meldet etwa 6.100 kWh Verbrauch
Überschuss an EVN etwa 4.600 kWh (trotz Pool Betrieb - Umwälzpumpe, eigene WP Heizung - im Sommer)

Könnte ich den überschüssigen Sonnenstrom vollständig “aufheben" ich wäre autarkt.

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Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799), Physiker und Schriftsteller

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Für mehr Autarkie, wenn ich das speichern könnte, wäre noch eine Reihe an PV Modulen gleich nordseits des First angebracht, bekämen im Sommer Vormittags und Nachmittags auch noch genug Sonne ab.

Fritz zeigt hier sehr schön vor, was alles möglich ist.

Erich, Du rechnest uns immer wieder vor, dass diese Dinge physikalisch nicht möglich sind, und keinen Sinn machen.

Ich bin jetzt verunsichert, ob das was Fritz macht technisch überhaupt möglich ist.

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