Du vermutlich in einem Einfamilenhaus Baujahr 1960 (oder jünger) wohnen dürftest,
das auch Dir gehört und wo Du daher allein Entscheidungen treffen kannst,
Du dich immer schon für aktuelle (Bau- bzw Energienspar- ) Technologien rund um dein Haus interessiert hast,
Du über ausreichende technische Bildung verfügst, um geeignete Verbesserungsprojekte für dein Haus auch sinnvoll auswählen zu können und
Du offenbar auch immer über ausreichende Finanzmittel verfügen konntest, ausgewählte Projekt-Ideen auch umsetzen zu lassen.
Wenn alle meine Annahmen zutreffen sollten, dann wäre das fast wie ein Toto-Zwölfer für die Realisierung von Maßnahmen für den Klimaschutz in deiner Wohnsituation zu werten.
Aber wie häufig sind Toto-Zwölfwer tatsächlich zu erwarten ?
Es geht daher darum, dass auch andere , die “keinen Toto–Zwolfer getippt haben” - sich vielleicht nicht einmal einen “Totoschein” besorgt haben, weil sie sich für Themen des Klimaschutzes vielleicht gar nicht interessieren, auch zum Klimaschutz beitragen.
Diese “Anderen” haben zumeist auch gar keine Möglichkeit, durch Klimaschutzmaßnahmen erforderlichen höheren Stromverbrauch durch selbst betriebene Produktionsanlagen für elektrische Energie auszugleichen.
Klimaschutz betrifft nicht nur Haushalte in Einfamilienhäusern, sondern auch Haushalte in einem Altbauviertel, oder auch im 23. Stock irgendeines Wohnhochhauses von Wien oder in einem anderen dichtbebauten Wohngebiet einer anderen Stadt.
Technische Möglichkeiten gibt es viele, die stelle ich gar nicht als “unmöglich” ode “sinnlos” dar.
Im Einzelfall - vielleicht auch erst nur im Labor oder als Prototypen - funktionieren die ja (vermutlich) auch alle.
Ob diese Möglichkeiten aber auch in den für wirksamen Klimaschutz erforderlichen Mengen umsetzbar sind, das ließe sich mit einfachen “Milchmädchennrechnungen” durchaus abschätzen.
Und diese “Milchmädchenrechnungen” müssen dazu nicht einmal fehlerfrei sein.
Wenn jemand der Meinung sein sollte, dass Abschätzungen aus solchen “Milchmädchenrechnungen“ vollkommen falsch sein sollten, dann würde ich erwarten, das wir wenigsten hier auf unserer Plattform über diesen vermuteten Fehler diskutieren könnten - und dann gegebenenfalls die “Milchmädchnerechnung” adaptieren/aktualisieren könnten.
Ich behaupte ja nicht , dass etwas physikalisch unmöglich wäre, sondern lediglich dass zur Erreichung bestimmter Ziele - z.B. - zusätzlicher Bedarf an elektrischer Energie auftreten wird und Lagerplatz/Einrichtungen für Energievorräte ( z.B. Wasserstoff, elektrische Energie ) benötigt werden wird.
Mit solchen “Milchmädchenrechnungen” konnte ich bisher auch alle offiziellen Abschätzungen des Energiebedarfes für Elektromobilität (aller PKW) bestätigen.
Aufgefallen ist mir dabei aber auch der Umstand, dass dabei offenbar von Verbrauchswerten von nur ca 15 kW/100 km ausgegangen worden sein dürfte und hinsichtlich der behaupteten “leichten Verkraftbarkeit” dieses zusätzlichen Bedarfes offenbar auf den gleichzeitig wesentlich ansteigende Bedarf durch andere Kimaschutzprojekte ( z.B durch “raus aus Gas und Öl” ) vollkommen “vergessen” worden sein dürfte.
Erich, Deine 5 Punkte treffen großteils zu.
Man darf nicht vergessen, um so etwas zu erwerben bedarf es etwas Glück (z.B. Bauplatz von Eltern zu bekommen) ABER es steckte auch sehr viel Arbeit dahinter, besonders wenn man sich sehr viel selbst gemacht hat. Und auf etliche Urlaube zu verzichten.
Beim Dachausbau hinterließen Baumeister und Zimmerleute eine leere Holzhülle - ALLES andere war meine Handarbeit.
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Mich verwundert nur der Unterschied im Energieverbrauch, dass der Winter 24/25 milder war, kann doch nicht alleine für den Unterschied verantwortlich sein.
Vermutlich gingen bei den zwei Gaskesseln (einer für Warmwasser, einer für Heizung) sehr viel Geld spruchwörtlich durch den Kamin.
Detail am Rande. Beim Heizungskessel (Ideal Standard) war der Block aus Gußeisen. Mit etwa 32kW war er weit überdimmensioniert (damals griff man bei Auslegung in Volle). Was sich später dadurch erwieß, ich montierte parallel zum Magnetventil einen Betriebsstundenzähler. Bei einer Serie von kalten Tagen zwischen -15° und -20° war der Brenner nur 8 von 24 Stunden (1/3 der Zeit) in Betrieb. Vorlauftemperaturen nicht über 50°C. Das erklärt nun auch warum ich mit der Wärmepumpe mit 12kW auskomme.
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Noch eines nach dem Ausbau des Dachgeschoßen benötigte das Haus keinen Mehraufwand an Energie. Was bedeutet die Dämmung der obersten Decke bringt wesentlich mehr als dem Haus einen neuen Mantel an zu ziehen.
Werner, meine Aussagen beruhen auf Verbrauchs Statistiken (die ich immer mitführe) und nun seit der Umstellung auf monatlich von den Geräten zur Verfügung gestelltes Zahlenmaterial.
Zählerständen der Versorgungsunternehmen kann man schon trauen. Detto auch was Fronius und Daikin zur Verfügung stellt.
Da gibt es keine Mutmaßungen.
Wollen wir uns hier wirklich auf das von uns bisher zurecht kritisierte Niveau vieler “herkömmlicher” Social-Media-Plattformen begeben ?
Ich ersuche daher um konkrete Formulierungen eures Vorwurfes an mich, ich hätte grundlos behauptet, dass “Irgendwas nicht gehen” sollte.
Vielleicht habe ich mich oft nur viel zu kurz - und daher vielleicht missverständlich - ausgedrückt, um verstanden zu werden.
Wenn Du darstellst aus vielen Perspektiven, warum etwas (das andere schon tun) nicht geht, würde ich mir wünschen, dass Du genausoviel Zeit aufwendest, zu dokumentieren wie etwas gehen könnte, und wie man die von Dir aufgezeigten Probleme lösen könnte.
Genau so könnte ich von meinen Kritikern - also “Euch” - verlangen, darzulegen, warum ihr der Meinung seid, dass etwas angeblich genau so “funktionieren” soll, wie das in irgendwelchen verlinkten Artikeln beschrieben und dargestellt wird.
Und ich kritisiere ja an euren Behauptungen - dass ich so pessimistisch sei und glauben würde , dass ”nichts so funktioniert”, wie in vielen Artikeln dargestellt- aber (angeblich) viele bereits erfolgreich einsetzen - lediglich diese generalisierende Aussage, die von mir noch nie einem konkreten Thema zugeordnet werden konnte und auf die ich daher auch nicht konkret eingehen konnte.
Nur weil ich kein Energietechniker , kein Materialwissenschaftler , kein Physiker und kein Chemiker bin darf ich hier nicht meine durchaus begründbare Meinung kundtun und zu Diskussionen anregen ?
Es ist als technisch interessierter Pensionist nicht meine Aufgabe irgendetwas zu entwickeln, zu dem mir auch das fachliche Hintergrundwissen fehlt - dazu gibt’s viel berufenere und fähigere Personen , vielleicht sogar innerhalb unserer Vereine.
Ich verfüge aber über jahrzehntelange Erfahrung mit Ankündigungen und Erwartungen an damals gerade neue Technologien/Verfahren (nicht nur im Bereich der IKT), kann mich großteils noch an das (damalige) ungläubige Kopfschütteln ernnern, dass die Technik-Gläubigkeit damaliger Entscheidungsträger/Poitiker in meiner Umgebung und in mir ausgelöst hat , und was dann Jahrzehnte später aus diesen damaligen “Errungenschaften” ( z.B. Kunststoffgebinde und Alu-Dosen für Getränke aller Art, Flächenzusammenlegungen und Monokulturen in der Landwirtschaft, Straßenbau zur Verkehrsentlastung, Atomenergie zur Lösung all unserer Energieprobleme, … ) geworden ist .
Da wird man (bzw. ich) automatisch zum “gelernten” Pessimisten - zumal sich die heutigen Entscheidungsträger (bzw deren Motivation) und die heutigen Politiker nur gringfügig von den damals handelnden Personen in diesen Funktionen unterscheiden.
Wenn Du als Techniker ein Problem erkennst, dann ist es Dir auch möglich eine Lösung zu ersinnen.
Mein Chef sagte mir immer: Wenn DU mit einem Problem zu mir kommst, sag mir auch eine Lösung dafür. Ein Problem alleine darzustellen ist wenig hilfreich.
ich habe keinen “Chef”, dem ich irgendwelche Lösungen präsentieren müsste.
Wir hätten aber hier auf unserer Plattform die Chance, gemeinsam Ideen für allfällig erforderliche Lösungen zu diskutieren / zu erarbeiten.
Aber es braucht nicht gleich eine “Lösung”, wenn es gar kein passendes Problem dazu gibt. Und wir brauchen tatsächlich nicht nicht noch mehr Probleme “erfinden”, als es diese ohnehin schon viel zu zahlreich gibt.
Wenn wir Probleme aber nicht beschreiben und identifizieren können, dann brauchen wir gar keine Lösungen (und auch keinen “Fortschritt”) , denn dann ist - allerdings nur scheinbar - ohnehin “alles in Ordnung” und wir sind alle damit zufrieden.